Überraschung bei Bürgermeisterwahl in Setzingen - Stichwahl Anfang März

Wer wird's?

Überraschung bei der Bürgermeisterwahl im knapp 750-Einwohner-Ort Setzingen im Alb-Donau-Kreis: Keiner wollte es werden, am Wahlsonntag konnten die Bürger ihren Wunschnamen auf den Zettel schreiben.

Eine überraschende Wendung brachte die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 15. Februar 2026, im knapp 750-Einwohner-Ort Setzingen. Keiner der Kandidaten hatte sich offiziell beworben, sodass die Bürger ihre Wunschnamen auf den Wahlzettel schreiben konnten. Am Ende standen 45 Namen auf den Stimmzetteln.

Die meisten Stimmen erhielten Gemeinderat und Landwirt Johannes Frölich (44) mit 53 Stimmen sowie Verwaltungsangestellte Irene Kosjankow (39) mit 42 Stimmen. Beide äußerten sich sichtlich überrascht. Keine der Personen erreichte die für eine absolute Mehrheit erforderlichen 125 Stimmen bei 249 gültigen Stimmen.

Beide müssen nun entscheiden, ob sie bei der Stichwahl am 8. März 2026 antreten wollen. Die Entscheidung wird bis Mittwochabend, 18 Uhr, erwartet.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 47 Prozent. Das Bürgermeisteramt in Setzingen ist ein ehrenamtliches. Amtsinhaber Karl-Friedrich Häcker (65) hatte bereits seinen Rücktritt „aus mehreren Gründen“ zum 31. März angekündigt.

Die Stichwahl findet parallel zur Landtagswahl in Baden-Württemberg statt. Wer dann die meisten Stimmen erhält, wird neuer ehrenamtlicher Bürgermeister von Setzingen.

Update

Inzwischen hat Frölich innerhalb der Frist abgewunken, Kosjankow dagegen möchte die Herausforderung annehmen. Bei der Wahl am 8. März tritt sie gegen eine „freie Zeile“ an. Dort können die Bürger wieder andere Vorschläge eintragen. Falls dann völlig überraschend jemand anderes mehr Stimmen sammeln sollte, müsste diese Person die Wahl aber erstmal annehmen. Sonst wird das Amt wieder neu ausgeschrieben.

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