Ulm: Auf den Ampelmast geschleudert

Zwei Leichtverletzte, zwei kaputte Autos und eine zerstörte Ampelanlage sind die Folgen einer Vorfahrtsverletzung am Mittwochabend im Ulmer Industriegebiet Donautal.

Kurz nach 21 Uhr fuhr ein 54-jähriger VW-Fahrer auf der Nicolaus-Otto-Straße in Richtung Ulm, die Kreuzung mit der Graf-Arco-Straße wollte er geradeaus überqueren. Die dortige Ampelanlage ist abends und nachts abgeschaltet und warnt mit gelbem Blinklicht die Autofahrer, die Vorfahrt gewähren müssen. Offenbar übersah der 54-Jährige dabei den von rechts kommenden Suzuki eines 53-Jährigen, der Vorfahrt hatte. Mitten auf der Kreuzung traf der Suzuki den VW Golf in die rechte Seite und schleuderte ihn nach rechts auf eine Verkehrsinsel. Der Golf riss ein Verkehrsschild aus der Verankerung und schleuderte es rund zwanzig Meter weit in eine Wiese neben der Fahrbahn. Mit dem Heck voraus riss der Pkw dann einen Ampelmast um und blieb auf dem Ampelmast stehen.

Die ersten Anrufer bei der Rettungsleitstelle meldeten der Feuerwehr den Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Lkw, daher rückten zahlreiche Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Die beiden Notärzte untersuchten die beiden Autofahrer, sie kamen leichtverletzt in Krankenhäuser. Die Feuerwehr Grimmelfingen sicherte die Unfallstelle bis zur Bergung der Unfallautos ab. Der umgerissene Ampelmast hatte sich unter dem Golf des Unfallverursachers verkeilt, daher musste das Auto mit einem Kran von der Ampel heruntergehoben werden.

Der Bereitschaftsdienst der Stadt Ulm musste die Trümmer des Ampelmastes beseitigen und stellte „Vorfahrt gewähren“-Schilder auf, da die Ampel erst am Donnerstag repariert und wieder in Betrieb genommen werden konnte.
Die Verkehrspolizei Laupheim nahm den Unfall auf und gibt den Sachschaden an den Autos mit rund 11 000 Euro an, der Sachschaden an der Ampelanlage kommte noch nicht beziffert werden.

Text/Foto: Thomas Heckmann

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