Ulm bekämpft die Tauben in der Innenstadt

Taubenhaus

Nach zwei Taubenwägen wurde nun im Parkhaus Deutschhaus ein neuer Taubenstandort eingeweiht. Das soll unter anderem die Taubenpopulation verkleinern und damit Probleme, die durch Tauben ausgelöst werden, minimieren.

In Ulm geht die Stadt einen weiteren Schritt im Umgang mit der Taubenpopulation: Mit der Einweihung des dritten Taubenhauses sind nun alle Standorte in Betrieb. Ziel ist es, die Zahl der Tiere auf milde Weise zu reduzieren und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern.

Am Ehinger Tor und in Böfingen haben sich sogenannte Taubenwägen bereits bewährt.

Kontrollierte Fortpflanzung

Die Tauben nutzen die Häuser als geschützte Nistplätze und halten sich überwiegend dort auf. Dadurch sind weniger Tiere in der Innenstadt unterwegs, wodurch sich entsprechend auch die Verschmutzung durch Taubenkot verringert.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die kontrollierte Fortpflanzung: Die gelegten Eier der Tauben werden durch Attrappen ersetzt. Die Tauben brüten diese weiter aus, ohne den Unterschied zu bemerken. Da es auch in der Natur vorkommt, dass Eier nicht schlüpfen, wird das Verhalten der Tiere dadurch nicht negativ beeinflusst. Auf diese Weise sinkt die Population langfristig und tiergerecht.

Die Mitglieder des Vereins „AG Stadttauben Ulm“ kümmern sich ehrenamtlich um die Reinigung und das Austauschen der Eier an den Taubenstandorten.

Bußgeld für Taubenfütterung

Die Stadt setzt zusätzlich auf Aufklärung und klare Regeln: Wer Tauben füttert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen. Neue Hinweisschilder in der Stadt machen darauf aufmerksam. Denn das Füttern lockt die Tauben aus ihren Häusern und trägt somit zur Überpopulation bei.

 

Das könnte Dich auch interessieren

30.06.2026 Stadt Ulm verbietet Wasserentnahme aus Gewässern Die Stadt Ulm hat als Untere Wasserbehörde eine Allgemeinverfügung erlassen. Damit ist die Wasserentnahme aus sämtlichen Flüssen, Bächen und sonstigen oberirdischen Gewässern im Stadtkreis untersagt. Das Verbot gilt unabhängig davon, wie das Wasser entnommen wird. Also nicht nur mit Pumpen, sondern auch mit Eimern, Gießkannen oder anderen Handschöpfgeräten. Bereits installierte mobile Entnahmevorrichtungen müssen aus den 17.06.2026 Ulm: Stadt bereitet sich auf mögliche Bombenentschärfung am Sonntag vor Im und rund um das Ulmer Donaustadion schlummern möglicherweise Bomben aus dem 2. Weltkrieg. Aktuell läuft die Suche danach. Spätestens am Freitag (19.06.) soll das Ergebnis feststehen. Falls tatsächlich Blindgänger gefunden werden, sollen sie am Sonntag (21.06.) entschärft werden. 22.05.2026 Lebendige Krippe auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt wieder in der Diskussion Die lebendige Krippe auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt sorgt wieder für Diskussionen. Die kjt-Fraktion und FDP-Stadtrat Ralf Milde wollen, dass dort künftig keine lebenden Tiere mehr gezeigt werden. Statt Schafen und Eseln schlagen sie andere Angebote für den Weihnachtsmarkt vor. Genannt werden zum Beispiel eine Weihnachtspyramide, eine Lichtinstallation oder ein Kinderkarussell. Aus Sicht der Antragsteller würden 12.05.2026 Steinhausen: Stalldach bricht ein - Rinder unverletzt In Steinhausen an der Rottum (Kreis Biberach) ist das Dach eines Rinderstalls eingestürzt – mit glimpflichem Ausgang. Keines der 43 Rinder im Stall sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch Menschen wurden nicht verletzt. Das Dach war in der Nacht auf einer Länge von circa 15 Metern eingebrochen. Die genaue Ursache war zunächst unklar. Die