Ulm darf sich weiterhin Fairtrade-Stadt nennen: Die Auszeichnung wurde für weitere zwei Jahre verlängert. Bereits seit 2014 engagiert sich die Stadt gemeinsam mit lokalen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für fairen Handel und nachhaltige Entwicklung. Oberbürgermeister Martin Ansbacher betont die starke Zusammenarbeit vor Ort und die feste Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in der Stadt.
Anlässlich der Titelerneuerung beteiligt sich Ulm auch in diesem Jahr an der Fashion Revolution Week im April. Die Aktionswoche erinnert an den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch und setzt ein Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie.
Geplant sind zahlreiche Veranstaltungen – darunter Modenschauen, Informationsangebote, eine nachhaltige Fashion-Tour sowie Mitmachaktionen wie Kleidertausch und Reparatur-Workshops. Ziel ist es, Verbraucher für faire Produktion, Umwelt- und Klimaschutz sowie einen bewussteren Umgang mit Kleidung zu sensibilisieren. Auch ein Tag der nachhaltigen Mode ist am kommenden Freitag auf der „Leben Wohnen Freizeit“-Messe in Ulm geplant.
Ulm trägt den Titel Fairtrade-Stadt, weil die Stadt mehrere festgelegte Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllt. Dazu gehören ein Beschluss des Gemeinderats zur Unterstützung des fairen Handels, eine lokale Steuerungsgruppe sowie das Engagement von Geschäften, Gastronomie, Schulen und Vereinen.
Außerdem werden in vielen öffentlichen Einrichtungen fair gehandelte Produkte angeboten, etwa Kaffee oder Schokolade. Ergänzt wird das durch Bildungsarbeit und regelmäßige Öffentlichkeitsaktionen rund um fairen Handel und nachhaltigen Konsum. Ziel ist es, das Thema dauerhaft im Alltag der Stadt zu verankern.