Ulm: Bodenverleger Uzin Utz trotz der Krise

Mehr Umsatz und mehr Mitarbeiter

Der Spezialist für Boden-Verlege-Systeme Uzin Utz aus Ulm ist zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr. Trotz deutlicher Umsatzsteigerung ging der Gewinn aber zurück.

Das Ulmer Unternehmen Uzin Utz hat sich 2022 trotz widriger Rahmenbedingungen gut am Markt behaupten können.  Der Komplett-Anbieter für Boden-Systeme hat im vergangenen Jahr mit 487,1 Millionen Euro den bislang höchsten Umsatz seiner Firmengeschichte erzielt. Dagegen ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um fast ein Viertel auf 36,3 Millionen zurück. Philipp Utz, Mitglied des Vorstands sagte dazu auf der Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag DONAU 3 FM: „Gegeben der Umstände sind wir natürlich zufrieden, wir haben in 2022 ein sehr schwieriges Geschäftsfeld gehabt, bedingt durch  gestiegene Energiekosten, weiter gestiegenen Rohstoff-Preise und natürlich auch weiter steigenden Personalkosten.“ 

Mehr Nachhaltigkeit

Das weltweit tätige Familien-Unternehmen will künftig noch mehr auf Nachhaltigkeit setzen. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das wir bis 2025 25 Prozent klimaschädliche Emissionen aus dem Unternehmen heraus reduzieren“, sagt Philipp Utz. So soll der Fuhrpark sukzessive auf E-Fahrzeuge umgestellt werden, die Gebäude und die Produktion sollen durch den Einsatz erneuerbarer Energien weiter optimiert werden. Das gilt auf für die Produkte. Auch hier liegt der Fokus verstärkt auf dem Umweltschutz. Ein Beispiel dafür: Hanföl soll künftig das bisherige auf Soja-Basis hergestellte Pflege-Öl für Holzböden ersetzen. Dadurch werden Ressourcen geschont, die im Falle des Soja-Öls zum Beispiel für die Lebensmittel-Produktion verwendet werden können.

Ausblick 2023

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Uzin Utz in Anbetracht anhaltender makro-ökonomischer Herausforderungen und geopolitischer Spannungen einen weiteren moderaten Rückgang des EBIT. Im Umsatz wird hingegen ein moderates Umsatz-Wachstum prognostiziert. Uzin Utz beschäftigt weltweit 1466 Mitarbeiter, 776 davon im Inland. Am Stammsitz im Industriegebiet Ulmer Donautal sind es rund 420.

 

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