Ulm hat am Wochenende getanzt: Das zweite ZANT-Tanzfestival rund um das Kulturzentrum ROXY ist am Sonntag zu Ende gegangen. Nach Angaben des ROXY kamen mehr als 3700 Besucher zu den Veranstaltungen. Vom 25. bis 28. Juni standen zeitgenössischer Tanz, internationale Produktionen, mehrere Premieren und viele Mitmachangebote auf dem Programm. Gespielt wurde rund ums ROXY, in der Donaubastion und auf den umliegenden Flächen.
Das Festival brachte Tanzgruppen und Choreografen aus verschiedenen Ländern nach Ulm. Mit dabei waren unter anderem das Tschechische Nationalballett, das Ballett Theater Basel, James Wilton Dance aus Großbritannien, Hung Dance aus Taiwan und HURyCAN aus Spanien.
Zu den Höhepunkten zählten neue Arbeiten des Scottish Dance Theatre, die Weltpremiere von „Ripple in the Embrace“ von Hung Dance sowie die Deutschlandpremiere von „Trama“ der Compagnie Lowland / Roser López Espinosa.
Neben den internationalen Auftritten spielte auch die lokale Szene eine große Rolle. Bei „TANZ – Made in Ulm“ zeigten Gruppen aus Ulm und der Umgebung ihre Produktionen. Außerdem gab es inklusive Projekte, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe. Auch eine Arbeit zum Thema Obdachlosigkeit entstand im Rahmen des Festivals gemeinsam mit der Caritas Ulm-Alb-Donau.
Ein wichtiger Teil des Festivals waren die kostenlosen Veranstaltungen. Mehr als die Hälfte der rund 60 Programmpunkte war frei zugänglich. Dazu gehörten Workshops, Open-Air-Auftritte, Kinderprogramm und Mitmachaktionen. Wegen der extremen Temperaturen wurden einzelne Programmpunkte kurzfristig in Innenräume oder schattige Bereiche verlegt. Zusätzlich gab es Wasserspender, Self-Care-Stationen und kostenlosen Sonnenschutz.
Für Ulm bedeutet die Bilanz: Das ZANT-Tanzfestival hat internationale Tanzkunst in die Stadt gebracht und gleichzeitig vielen Menschen aus der Region einen einfachen Zugang zu Kultur ermöglicht.