Ulm - Kabelschaden legt Straßenbahnen lahm

Straßenbahnen fahren wieder

Ein technischer Defekt hat am Mittwoch den Straßenbahnverkehr in Ulm empfindlich gestört. In der Olgastraße riss eine Stromeinspeisung zur Fahrleitung ab. Das hatte Folgen für die Fahrgäste.

Der Betrieb war für knapp zwei Stunden unterbrochen. Die SWU Verkehr organisierte rasch einen Ersatzverkehr mit Bussen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die genaue Ursache für die Störung wird derzeit noch untersucht.

Auch Theaterkreuzung betroffen

Der Vorfall ereignete sich kurz nach 11 Uhr am Vormittag. Aus noch ungeklärter Ursache löste sich ein Speisekabel von seiner Halterung an der Fahrleitung. Es hing plötzlich über den Gleisen der Olgastraße. Ein defekter Stromabnehmer an einer Tram könnte den Schaden ausgelöst haben. Die Leitstelle der SWU Verkehr reagierte umgehend. Sie sperrte den zentralen Abschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und dem Theater. Für viele Fahrgäste bedeutete dies einen unerwarteten Zwischenstopp auf ihrer Reise durch die Stadt.

Die Position des Schadens erschwerte die Situation erheblich. Er lag direkt hinter einem sogenannten Streckentrenner. Diese Vorrichtung trennt zwei Stromkreise voneinander. Ihr Ausfall legte daher nicht nur das betroffene Gleisstück in der Olgastraße lahm. Auch die gesamte, verkehrsreiche Theaterkreuzung war plötzlich ohne Strom. Damit waren auch einfache Umleitungen für die Bahnen nicht mehr möglich. Eine Tram von Böfingen konnte beispielsweise nicht direkt zum Eselsberg umgeleitet werden.

Schnelle Reparatur an der Oberleitung

Die Verkehrsbetriebe zeigten sich auf den Zwischenfall jedoch gut vorbereitet. Schnell wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Diese überbrückten die Lücke im Netz und transportierten die Fahrgäste. Gleichzeitig wurden die Tramlinien bestmöglich neu organisiert. Die Linie 1 aus Böfingen endete vorzeitig am Donaustadion und wendete dort. Die Bahnen vom Kuhberg nutzten ein Gleisdreieck in der Zeitblomstraße zum Wenden für einen Pendelverkehr.

Parallel dazu liefen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Mehrere Mitarbeiter der SWU rückten zur Instandsetzung aus. Nur wenige Minuten nach der Störung war der erste Montagewagen vor Ort. Aus Sicherheitsgründen schalteten sie zuerst den Transformator ab. Mit einer Hebebühne erreichten die Techniker die defekte Leitung in luftiger Höhe. In kurzer Zeit befestigten sie das herausgerissene Kabel wieder sicher an seiner Verankerung.

Gegen 13:00 Uhr floss der Strom wieder planmäßig. Die Straßenbahnen konnten ihren Betrieb wieder aufnehmen. Es dauerte allerdings noch mehrere Stunden, bis der Fahrplan vollständig eingehalten wurde. Die Züge mussten sich erst im gesamten Netz neu positionieren. Fahrgäste oder Personal kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Defekts laufen weiter.

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