Ulm: Keller von Kriegsruine am Bahnhof freigelegt

Bahnhof wird zur Ausgrabungsstätte

Bei Bauarbeiten in Ulm ist ein alter Keller aufgetaucht. Er gehört zu einem im Krieg zerstörten Wohnhaus. Arbeiter fanden ihn hinter dem Zentralen Omnibusbahnhof.

Dort wird derzeit eine Ladestation für E-Busse gebaut. Ein Bagger stieß auf die alten, geschwärzten Mauern. Aus Sorge vor Blindgängern wurde ein Experte gerufen. Er gab jedoch schnell Entwarnung. Die Arbeiten konnten ohne Verzögerung weitergehen.

Hintergründe

Die SWU Verkehr errichten neue Ladesäulen für ihre Elektrobusse. Dafür sind stärkere Stromleitungen zum Busbahnhof notwendig. Diese werden aktuell in einem Graben verlegt. Der Weg zwischen Bahngleisen und dem Blau-Arm ist gesperrt. In diesem Bereich standen früher Wohnhäuser an den Bahngleisen. Sie fielen den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Nach dem Krieg wurden die Ruinen oberirdisch abgerissen, die Keller wurden aber offenbar nur zugeschüttet.

Überraschung beim Buddeln

Während der Baggerarbeiten kamen nun die Überreste zum Vorschein. Die Ziegelmauern waren auffällig schwarz gefärbt. Die Baufirma handelte sofort und ging auf Nummer Sicher. Sie kontaktierte einen Kampfmittelbeseitiger, bereits im Vorfeld bei Luftbildauswertungen fanden sich keine Hinweise auf Bomben. Dennoch sollte jeder Verdacht ausgeschlossen werden. Der Experte untersuchte den freigelegten Keller gründlich, er fand keine gefährlichen Überreste aus der Kriegszeit.

Offen bleibt die Ursache der schwarzen Färbung. Es könnten Brandspuren von den Bombardements sein. Genauso gut könnte es sich um einen alten Kohlenkeller handeln. Die Bauarbeiten für die Ladestation laufen planmäßig weiter. Sie sollen bis zum 17. April abgeschlossen sein. Der historische Fund bleibt eine Randnotiz des Zweiten Weltkriegs.

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