Ulm: Keller von Kriegsruine am Bahnhof freigelegt

Bahnhof wird zur Ausgrabungsstätte

Bei Bauarbeiten in Ulm ist ein alter Keller aufgetaucht. Er gehört zu einem im Krieg zerstörten Wohnhaus. Arbeiter fanden ihn hinter dem Zentralen Omnibusbahnhof.

Dort wird derzeit eine Ladestation für E-Busse gebaut. Ein Bagger stieß auf die alten, geschwärzten Mauern. Aus Sorge vor Blindgängern wurde ein Experte gerufen. Er gab jedoch schnell Entwarnung. Die Arbeiten konnten ohne Verzögerung weitergehen.

Hintergründe

Die SWU Verkehr errichten neue Ladesäulen für ihre Elektrobusse. Dafür sind stärkere Stromleitungen zum Busbahnhof notwendig. Diese werden aktuell in einem Graben verlegt. Der Weg zwischen Bahngleisen und dem Blau-Arm ist gesperrt. In diesem Bereich standen früher Wohnhäuser an den Bahngleisen. Sie fielen den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Nach dem Krieg wurden die Ruinen oberirdisch abgerissen, die Keller wurden aber offenbar nur zugeschüttet.

Überraschung beim Buddeln

Während der Baggerarbeiten kamen nun die Überreste zum Vorschein. Die Ziegelmauern waren auffällig schwarz gefärbt. Die Baufirma handelte sofort und ging auf Nummer Sicher. Sie kontaktierte einen Kampfmittelbeseitiger, bereits im Vorfeld bei Luftbildauswertungen fanden sich keine Hinweise auf Bomben. Dennoch sollte jeder Verdacht ausgeschlossen werden. Der Experte untersuchte den freigelegten Keller gründlich, er fand keine gefährlichen Überreste aus der Kriegszeit.

Offen bleibt die Ursache der schwarzen Färbung. Es könnten Brandspuren von den Bombardements sein. Genauso gut könnte es sich um einen alten Kohlenkeller handeln. Die Bauarbeiten für die Ladestation laufen planmäßig weiter. Sie sollen bis zum 17. April abgeschlossen sein. Der historische Fund bleibt eine Randnotiz des Zweiten Weltkriegs.

Das könnte Dich auch interessieren

21.10.2026 Bahn-Frust: Auch 2027 kein neues Stellwerk in Ulm? Am Ulmer Hauptbahnhof verzögert sich das neue elektronische Stellwerk ESTW weiter. Auch 2027 nimmt die Deutsche Bahn die Anlage wohl nicht in Betrieb. Grund sind fehlende Sperrpausen und komplexe Prüfungen im Bahn-Projekt Stuttgart-Ulm. Deshalb steuert weiterhin anfällige Technik von 1967 den Zugverkehr für täglich 40 000 Reisende. Laut Stellwerksdatenbank regelt seit Juni 1967 ein Relaisstellwerk 01.09.2026 Ulm: Erstes Stück der Tunneldecke am Blaubeurer Tor betoniert Der Bau des Blaubeurer-Tor-Tunnels hat einen weiteren wichtigen Schritt gemacht. Am Montag (31. August) wurde der erste Abschnitt der späteren Tunneldecke betoniert. Das Teilstück ist rund zehn Meter breit und 30 Meter lang. Insgesamt besteht die Decke später aus 21 Abschnitten. Der neue Tunnel ersetzt die frühere B10-Brücke über das Blaubeurer Tor. Er entsteht östlich 27.08.2026 Ulmer Bücherbus bleibt länger außer Betrieb Der Bücherbus der Stadtbibliothek Ulm bleibt voraussichtlich bis in den September hinein außer Betrieb. Grund dafür sind nach Angaben der Stadt unvorhersehbare Lieferprobleme bei benötigten Sonderersatzteilen. Ursprünglich sollte die Fahrbibliothek ab Montag, 31. August, wieder die Ulmer Ortsteile anfahren. Wann der Bücherbus tatsächlich wieder unterwegs sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Sobald es einen 17.08.2026 Ulm - Ein Vorgeschmack auf das B10-Tunnelportal Die Arbeiten finden auf Höhe des Leonardo Hotels statt. Sie sind ein weiterer Schritt für die neue Verkehrsführung der vierspurigen Bundesstraße. Mit der Aufschüttung werden die Seitenwände des künftigen Tunnels vorbereitet. Ein großer Erdhügel dominiert derzeit das Südende der Baustelle. Er ist ein gutes Anschauungsobjekt für das kommende Tunnelportal. Projektleiter Gerhard Fraidel erklärt die Funktion