Ulm: Mehr Kontrollen am Willy-Brandt-Platz – Stadt sieht keinen Kriminalitätsschwerpunkt

Polizei und Stadt: Kein Kriminalitätsschwerpunkt

Am Willy-Brandt-Platz in Ulm wird seit Anfang August verstärkt kontrolliert. Hintergrund sind Beschwerden von Anwohnern über Müll, Pöbeleien und ein unsicheres Gefühl. Im Juli hatte es dort außerdem einen tödlichen Streit gegeben.

Am Willy-Brandt-Platz in Ulm gibt es seit Anfang August verstärkte Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst. Die Stadt reagiert damit auf Beschwerden von Anwohnern über die Situation rund um den Platz. Nach einem gemeinsamen Gespräch sollen die Maßnahmen nun weitergeführt und später überprüft werden.

Anwohner hatten unter anderem von Müll, Unrat und wiederholt auffälligem Verhalten einzelner Personen berichtet. Im Juli war es am Willy-Brandt-Platz zudem zu einem Streit zwischen zwei Männern gekommen. Ein 59-Jähriger wurde dabei schwer verletzt und starb später im Krankenhaus.

Kommunaler Ordnungsdienst kontrolliert häufiger

Nach Angaben der Stadt ist der Kommunale Ordnungsdienst bereits seit Anfang August verstärkt am Willy-Brandt-Platz unterwegs. Der Kontrolldruck soll weiterhin hoch bleiben.

Außerdem wollen der Ordnungsdienst und die Sozialabteilung die Situation auf den Plätzen in der Ulmer Innenstadt neu bewerten. Ziel ist es, die vorhandenen Kräfte dort gezielter einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Auch Hinweise auf Müll und Unrat am Willy-Brandt-Platz sollen von den Entsorgungs-Betrieben der Stadt unkompliziert aufgenommen werden.

Nach Einschätzung der Stadt geht es bei den Beschwerden vor allem um eine kleine Gruppe, die wiederholt auffällig werde. Eine pauschale Verdrängung von Menschen vom Willy-Brandt-Platz soll ausdrücklich vermieden werden.

Polizei und Stadt: Kein Kriminalitätsschwerpunkt

Trotz der Beschwerden sehen weder die Stadt noch die Polizei den Willy-Brandt-Platz derzeit als Kriminalitätsschwerpunkt. Das zeige auch die aktuelle Kriminalitätsstatistik.

Die Stadt will trotzdem das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort verbessern. Dafür wurden Ansprechpartner bei Ordnungsdienst, Sozialabteilung, Polizei und den Entsorgungs-Betrieben mit den Anwohnern vernetzt. So soll bei neuen Problemen schneller reagiert werden können.

Stadt will Wunsch zu Alkoholverkauf weitergeben

Bei dem Gespräch wurde außerdem über Alkohol als möglichen Auslöser von Problemen gesprochen. Anwohner wünschen sich strengere Regeln für den Verkauf von Alkohol im lokalen Supermarkt dort an bereits stark betrunkene Menschen, weil Schwierigkeiten nach ihrer Wahrnehmung häufig in der Nähe von Verkaufsstellen entstehen.

Die Stadt Ulm will diesen Wunsch an die Landesregierung weitergeben. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es außerdem ein weiteres Treffen mit allen Beteiligten geben. Dann soll überprüft werden, ob die bisherigen Maßnahmen wirken und ob weitere Schritte nötig sind.

Das könnte Dich auch interessieren

25.07.2026 Verdächtiger nach tödlicher Auseinandersetzung in Ulm festgenommen Nach dem Tod eines 59-jährigen Mannes in der Ulmer Oststadt hat die Polizei einen 27 Jahre alten Verdächtigen festgenommen. Die Beamten nahmen den Mann am späten Freitagnachmittag im Landkreis Neu-Ulm widerstandslos fest. Grundlage war ein Haftbefehl des Amtsgerichts Ulm. 59-Jähriger stirbt nach Sturz Die beiden Männer sollen am Dienstag, 21. Juli, gegen 16.30 Uhr am 23.07.2026 59-Jähriger stirbt nach Auseinandersetzung in der Ulmer Oststadt Nach einer körperlichen Auseinandersetzung in Ulm ist ein 59-jähriger Mann an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagnachmittag, 21. Juli, im Bereich des Willy-Brandt-Platzes in der Ulmer Oststadt. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln. Streit zwischen zwei Männern Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten der 59-Jährige und ein 27-jähriger Mann gegen 16.30 Uhr zunächst in Streit. 12.11.2025 Polizei warnt: wieder viele Schock-Anrufe in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis Die Ulmer Polizei hat heute wieder eine Vielzahl von Anrufen mit der Masche „Falscher Polizeibeamter“ verzeichnet. Seit dem Vormittag gaben sich im Bereich Ulm und dem Alb-Donau-Kreis mindestens 12 Anrufer, darunter 6 Anrufer in Ehingen, als Polizeibeamte aus und versuchten, die Angerufenen, um ihr Erspartes zu bringen. Die Polizei rät im Falle eines Anrufs, das 22.09.2025 Weitere Proteste gegen israelische Rüstungsfirma in Ulm Nach dem Anschlag auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm haben sich die propalästinensischen Protestaktionen gegen den Gaza-Krieg im Stadtzentrum fortgesetzt. Auf dem Wochenmarkt vor dem Münster kletterten Aktivisten am Samstag auf Fahnenmasten und entrollten ein Transparent, das die Schließung der Firma fordert und Israels militärisches Vorgehen im Gazastreifen anprangert. Eine genehmigte Demonstration mit bis zu