In Ulm kommt es zu einer viertägigen Sperrung. Die Ausfahrt von der Wallstraßenbrücke zum Kienlesberg wird gesperrt. Die Sperrung dauert von Montag, 9. Februar, bis Donnerstag, 12. Februar. Grund sind Bauarbeiten an einer neuen Brücke für Radfahrer und Fußgänger. Arbeiter bauen das Traggerüst der fertiggestellten Brücke ab. Umleitungen für den Verkehr sind für diesen Zeitraum eingerichtet.
Diese Sperrung folgt auf eine Teilsperrung am Blaubeurer-Tor-Ring von Freitag auf Samstag. Die neue Brücke ist eine von zwei neuen Querungen. Nördlich der nun vollendeten Stahlbetonbrücke wurde eine Stahlbrücke gebaut. Beide Bauwerke dienen ab Mitte Februar als wichtige Umleitung. Dann wird die Kienlesbergstraße von Mitte Februar bis April gesperrt sein.
Die neuen Brücken ermöglichen eine direkte Route für Radfahrer und Fußgänger. Ohne sie wären lange Umwege während der Bauphase notwendig. Andrea Röhrer, Sachgebietsleiterin Ingenieurbau bei der Stadt Ulm betont die Wichtigkeit der neuen Verbindung. „Wir schaffen eine direkte und sichere Alternative für den nicht-motorisierten Verkehr.“ Nach der viertägigen Sperrung der Ausfahrt bleibt diese für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Die Andienung des Michelsberg durch Lkw erfolgt dann nur noch über die Stuttgarter Straße.
Die Fertigstellung der Brückenkonstruktion erfolgte termingerecht. Es fehlen lediglich noch die Geländer aus einem Drahtgeflecht. Die Montage dieser Elemente ist für den April geplant. Eine offizielle Feier zur Eröffnung wird es nicht geben. Die Brücken werden nach ihrer Fertigstellung in Betrieb genommen. „Die Funktionalität steht für uns im Vordergrund“, erklärt die zuständige Projektleiterin. Man wolle die Infrastruktur so schnell wie möglich nutzbar machen.
Die Bauwerke sind ein fester Bestandteil zukünftiger Planungen. Sie gehören zum Konzept für die Landesgartenschau im Jahr 2030. Ihre Gestaltung ist daher auf Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit ausgelegt. Besonders die Stahlbetonbrücke zeigt diesen vorausschauenden Ansatz, ihre Durchfahrtshöhe ist bereits auf eine zukünftige Änderung abgestimmt. Die neue Wallstraßenbrücke wird im Jahr 2029 in Betrieb genommen, ihr nördliches Ende wird etwa einen halben Meter höher liegen.
Die neue Rad- und Fußgängerbrücke ist passgenau für diese Höhe konstruiert. Aufwendige und teure Anpassungen in der Zukunft werden so vermieden. „Wir bauen hier nicht nur für den Moment. Jedes Teil muss in die Zukunft passen und flexibel sein“, so Röhrer. Die Brücken sind somit mehr als eine temporäre Umleitung, sie stellen eine dauerhafte Verbesserung der Infrastruktur für Ulm dar. Auch über die Landesgartenschau 2030 hinaus.