Die Stadt Ulm hat in der Nacht zum Samstag die Fahrbahnmarkierung an der B10 vor dem Blaubeurer-Tor-Ring grundlegend verbessert. Grund waren gefährliche Spurwechsel und massive Staus im Berufsverkehr. Doch viele Autofahrer überfordert die neue Fahrspuraufteilung weiterhin.
Zwei Wochen lang sorgten riskante Fahrmanöver für kritische Situationen. Autofahrer wechselten oft unmittelbar vor der Fahrtrichtungsteilung im Kurvenbereich von ganz rechts nach ganz links. Im dichten Berufsverkehr staute sich der Verkehr dadurch weit zurück. Die Staus reichten teilweise bis zur Adenauerbrücke.
Die bisherigen provisorischen Markierungen bereiteten erhebliche Probleme. Die aufgeklebten gelben Fahrstreifen hielten dem Wetter nicht stand. Das nass-kalte Wetter verhinderte eine ordentliche Verklebung und auch einen dauerhaften Farbauftrag. Der Schneefall am vergangenen Wochenende erschwerte die Situation zusätzlich. Schneepflüge rissen beim Räumen Teile der Markierung einfach mit ab.
Feste Markierungen ersetzen Provisorium
Die nächtliche Sperrung wurde für umfassende Verbesserungen genutzt. Feste, farbige Markierungen ersetzen nun die provisorischen gelben Klebestreifen endgültig. Zusätzlich wurden Leitschwellen vor der Einfahrt in den Ring eingebaut. Diese bauliche Trennung soll späte riskante Spurwechsel unterbinden.
Das Ziel ist eine klarere und sicherere Verkehrsführung. Die neuen Elemente sollen Fahrer besser und eindeutiger leiten. Doch schon am ersten Tag zeigten sich alte Probleme.
Trotz deutlich sichtbarer Markierungen fahren viele Autofahrer noch immer falsch. Es gibt zwar weniger Vollbremsungen und mehr flüssigen Verkehr. Doch Gewohnheit siegt oft über das Lesen von Schildern.
Besonders erkennbar ist das an der Abfahrt zum Kienlesberg. Dort stauten sich viele Fahrzeuge, die am Samstagvormittag eigentlich Richtung Blaubeurer Straße und Ikea wollten. Sie müssen nun den Umweg über die Neutorbrücke fahren. Betroffen sind sowohl Einheimische als auch Fahrer aus der Region.
Die Mischung aus einheimischen und oberschwäbischen Kennzeichen zeigt das Problem deutlich. Viele vermeintlich Ortskundige folgen noch der alten Gewohnheit und übersehen die Beschilderung, die bereits mit Blinkleuchten nachgerüstet wurde.