Ulm: Ölspur legt Bahnstrecke lahm - mit Fotogalerie

Behörden prüfen Umweltschaden

In Ulm hat ein Güterzug den Bahnverkehr lahmgelegt. Wegen eines Motorschadens verlor eine alte Diesellok rund 700 Liter Öl und Kühlflüssigkeit auf etwa einem Kilometer Strecke. Die Verbindung Ulm–Erbach wurde gesperrt, Passagiere mussten auf Busse umsteigen.

Ein Güterzug hat am Dienstagnachmittag den Bahnverkehr bei Ulm beeinträchtigt. Eine Diesellok verlor auf der Strecke nach Biberach große Mengen Flüssigkeit. Grund war ein plötzlicher Motorschaden an der alten Maschine. Auf rund einem Kilometer hinterließ der Zug eine Ölspur. Die Bahnstrecke zwischen Ulm und Erbach musste daraufhin gesperrt werden. Der Lokführer konnte den schweren Zug nahe dem Bahnhof Ulm-Einsingen zum Stehen bringen. Der Güterzug war mit Stahlplatten von Dillingen/Saar nach Biberach unterwegs. Zwei Miet-Loks der Baureihe 218 zogen den langen Zug.

700 Liter Öl ausgelaufen

Bei der vorderen Lok, Baujahr 1976, kam es zum technischen Defekt. Etwa 700 Liter Öl und Kühlflüssigkeit traten aus dem Motorbereich aus. Die alarmierte Feuerwehr sicherte die Unfallstelle schnell ab. Sie streute die Ölspur an einem Bahnübergang mit Bindemittel ab. Die Strecke blieb für den nachfolgenden Verkehr gesperrt. Reisende mussten auf Busse umsteigen. Die Bergung des Zuges wurde pragmatisch gelöst. Mit der zweiten, betriebsbereiten Lok fuhr der Zug bis nach Erbach. Dort wurde die defekte Lokomotive vom Zug abgekuppelt. Sie wird nun für eine Reparatur nach Ulm geschleppt. Die verbliebene Lok war stark genug für die Weiterfahrt. Sie brachte den Güterzug nach Biberach an sein Ziel. Die kurze und ebene Reststrecke ermöglichte diese unkomplizierte Lösung.

Behörden prüfen Umweltschaden

Der Vorfall ruft nun mehrere Behörden auf den Plan. Die Bundespolizei ermittelt zur genauen Ursache des Schadens. Sie beziffert auch die entstandene Schadenshöhe. Spezialisten der Abteilung „Gewerbe und Umwelt“ der Landespolizei waren ebenfalls vor Ort. Am Mittwoch findet eine Begehung der Strecke statt. Experten der Umweltschutzbehörde der Stadt Ulm werden den Schaden begutachten. Erst danach wird entschieden, ob das Erdreich saniert werden muss. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Motorschadens dauern an.

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