Ulm setzt Zeichen gegen die Todesstrafe: Beitritt zur Initiative „Cities for Life“

Ulm bekennt sich zu Menschenrechten

Ulm ist der Bewegung „Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe“ beigetreten. Ein Aktionstag am 30. November, also am Samstag in einer Woche, erinnert an die weltweite Verhängung der Todesstrafe.

Die Stadt Ulm hat sich der internationalen Bewegung „Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe“ angeschlossen. Rund um den Aktionstag am 30. November finden zahlreiche Veranstaltungen statt, jetzt also auch in Ulm, die auf das Thema aufmerksam machen und ein klares Zeichen für Menschenrechte setzen.

Die Initiative „Cities for Life“, ins Leben gerufen von der Gemeinschaft Sant’ Egidio in Rom, vereint weltweit über 2.000 Städte. Ziel ist es, die Abschaffung der Todesstrafe zu fördern und sich für eine humane Justiz einzusetzen.

„Ulm steht für Freiheit und Menschenrechte. Mit dem Beitritt zur Initiative bekräftigen wir unser Engagement gegen die Todesstrafe.“ Oberbürgermeister Martin Ansbacher

Veranstaltungen in Ulm und Neu-Ulm

Im Rahmen des Aktionstags organisiert die Amnesty-Ortsgruppe Ulm/Neu-Ulm in Kooperation mit der Stadt Ulm und weiteren Partnern mehrere Veranstaltungen:

  • Filmvorführung „Sieben Winter in Teheran“
    • Datum: Donnerstag, 28. November, 19:00 Uhr
    • Ort: Programmkino Obscura
    • Der preisgekrönte Film beleuchtet die tragische Geschichte der Iranerin Reyhaneh Jabbari, die sieben Jahre im Todestrakt verbrachte.
  • Veranstaltung: „Death by Incarceration“
    • Datum: Samstag, 30. November, 19:15 Uhr
    • Ort: Haus der Nachhaltigkeit, Neu-Ulm
    • Vortrag, Lesung und Gespräch zu Mumia Abu Jamals Buch „Texte aus dem Todestrakt“.

Besucher können sich bei beiden Terminen an Infoständen von Amnesty International informieren.

Als weithin sichtbares Zeichen wird die Kienlesbergbrücke in Ulm am 30. November blau beleuchtet. Mit dieser symbolischen Geste schließt sich Ulm den Aktionen in Deutschland und weltweit an, bei denen Bauwerke in farbigem Licht erstrahlen.

Weltweiter Aktionstag „Cities for Life“

Die Bewegung wurde 2002 gegründet und findet jedes Jahr am 30. November statt, dem Jahrestag der ersten Abschaffung der Todesstrafe im Jahr 1786. Neben Ulm beteiligen sich auch Städte wie Bremen, Düsseldorf oder Heidelberg an der Initiative.

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