Ulm Wiblingen: Fußgängersteg verschwunden

Ulm und seine Brücken

Die Fußgängerbrücke über den Wiblinger Ring in Ulm ist Geschichte. Sie wurde am Wochenende abgerissen.

Jahrzehntelang war der Fußgängersteg über den Wiblinger Ring in Ulm eine Art Stadttor für den Tannenplatz, am Wochenende wurde der Steg abgerissen. Von Donnerstagabend an war der Wiblinger Ring dazu auf Höhe des Tannenplatzes voll gesperrt, damit mit schweren Baumaschinen die baufällige Brücke abgerissen werden konnte.

Schon vor einigen Jahren stellte die Stadt Ulm bei Verkehrszählungen fest, dass die wenigstens Fußgänger über die Brücke den Wiblinger Ring überqueren, stattdessen wird direkt auf Fahrbahnniveau die Straßenseite gewechselt. Da der Fußgängersteg nach rund 50 Jahren zu einer Generalsanierung anstand, wurde die Entscheidung gefällt, den Steg abzureißen, da alle Ziele auch ohne Steg erreichbar sind. Direkt unter der Brücke befindet sich eine Verkehrsinsel als Querungshilfe für Fußgänger, so dass eine Fahrspur nach der anderen überquert werden kann, ohne erst über Rampen rund sechs Meter hoch laufen zu müssen.

Fußgängerbrücke ist Geschichte

Für den Abriss war ein größerer Aufwand notwendig, um die Fahrbahn des Wiblinger Ring zu schonen. Zuerst wurde Folie ausgebreitet, dann kamen sogenannte Baggermatratzen, ein Gummibelag, zum Einsatz, um die Fahrbahn vor den schweren Ketten der Abrissbagger zu schützen. Auf den Hauptfahrwegen wurden Holzbalken als Untergrund für die Fahrketten verlegt und zahlreiche Lastwagenladungen Ziegelschutz bedeckten unter der Brücke den Wiblinger Ring, um ihn vor herabstürzenden Betonteilen der Brücke zu schützen. Direkt angrenzende Gebäude wurden mit Holzplatten und schweren Folien vom wegspritzenden Betonbrocken geschützt.

Am Freitag wurde bereits der überwiegende Teil der Arbeit erledigt, der Brückenteil über der Fahrbahn wurde durch drei Bagger mit angebrachtem Meißel in kleine Brocken zerteilt. Mit Greifern wurde vorher das Aluminium-Geländer herausgerissen, aus den Brocken der Brücke wurde mit Zangen und Magneten der Baustahl heraussortiert. Aluminium und Stahl wurden in bereitstehende Container sortiert, der übrige Beton zum Recycling gebracht.

Am Sonntagnachmittag hat schlussendlich die Kehrmaschine die Wiblinger Straße wieder besenrein gemacht, damit ab Montag der Verkehr wieder ungehindert fließen kann. Während der Sperrung konnte der Ring von beiden Seiten bis direkt an die Baustelle befahren werden, die Stadtbusse wurden über die Biberacher Straße umgeleitet.

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