Der digitale Mängelmelder in Ulm wird immer beliebter. Rund 3.600 Meldungen sind von Januar bis Mitte August 2026 über das Portal bei der Stadt eingegangen und bearbeitet worden. Hochgerechnet könnten es bis zum Jahresende etwa 5.600 Meldungen werden. Über den Mängelmelder können Ulmer zum Beispiel volle Mülleimer, kaputte Ampeln oder Schäden auf Spielplätzen melden. Dafür lassen sich eine Beschreibung, der genaue Standort und bei Bedarf auch ein Foto übermitteln.
Die Hinweise werden nach verschiedenen Kategorien sortiert und anschließend automatisch an die zuständige Abteilung der Stadt weitergeleitet. Wer selbst etwas meldet, kann außerdem online sehen, ob der Mangel bereits bekannt ist und wie weit die Bearbeitung ist.
Die steigende Zahl der Meldungen bedeutet nach Angaben der Stadt nicht automatisch, dass es in Ulm mehr Probleme gibt. Oberbürgermeister Martin Ansbacher sieht darin vor allem ein Zeichen dafür, dass der Mängelmelder bekannter wird und von immer mehr Menschen genutzt wird. Welche Probleme besonders häufig gemeldet werden, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr, denn 2025 entfielen 57 Prozent der Meldungen auf Müll und Abfall. Danach folgten Straßen und Verkehr mit 21 Prozent sowie Gewässer und Natur mit sieben Prozent.
Die Stadt Ulm will das Angebot künftig erweitern. Der Mängelmelder soll zu einer Plattform für verschiedene Anliegen weiterentwickelt werden. Dann sollen darüber nicht mehr nur Schäden und andere Mängel gemeldet werden können. Geplant ist auch, Anregungen und weitere Hinweise einfach an die Stadt übermitteln und deren Bearbeitung nachvollziehen zu können. Wann die Erweiterung umgesetzt werden soll, geht aus der Mitteilung der Stadt nicht hervor.
Der Mängelmelder ist über die Internetseite der Stadt Ulm sowie direkt über hierrüber erreichbar. Dort können Nutzer bestehende Meldungen einsehen oder selbst einen neuen Hinweis einreichen.