Der undankbare vierte Platz ist am Ende rausgesprungen. Eine Enttäuschung für die Frauen-Staffel im Biathlon, hatte man vorher noch das Treppchen als Ziel ausgegeben.
Die Ulmer Startläuferin Julia Tannheimer zeigte zu Beginn eine ansprechende Vorstellung. Die 20-Jährigehatte erst gestern von ihrem Einsatz erfahren und machte trotzdem einen tollen Job. Ein fehlerfreies Liegendschießen, zwei Nachlader beim Stehendschießen und eine bärenstarke Laufleistung bedeutete Rang Zwei bei der Übergabe an Franziska Preuß. Der Star des Teams war vom Bundestrainer wegen anhaltender Probleme beim Schießstand von der Schlussläuferin zur zweiten Frau in der Staffel degradiert worden.
Und Preuß nahm den Fehlerteufel auch mit in die Staffel. Beim Stehendschießen halfen alle Nachlader nichts. Sie musste in die Strafrunde. Der Rückstand auf das Podest betrug beim nächsten Wechsel auf Janina Hettich-Walz schon 46 Sekunden. Die dritte Deutsche konnte sich von Platz Elf auf Fünf vorarbeiten, Schlussläuferin Vanessa Voigt verkürzte dann nochmal auf Rang Vier, der Abstand zu Bronze lag am Ende bei 22 Sekunden. Gold ging an Frankreich, Silber an Schweden und Bronze an Norwegen.