Ulmer Gänstorbrücke: Abbruch mit Bagger – Neuer Zeitplan steht

Baustelle

Für den Abbruch der ersten Hälfte der maroden Ulmer Gänstorbrücke kommt statt des ursprünglich geplanten Gerüsts ein schwerer Bagger mit Betonzange zum Einsatz. Das wurde jetzt kurzfristig genehmigt.

Der Abriss der ersten Hälfte der maroden Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm startet in wenigen Tagen – mit einem neuen Verfahren. Statt wie ursprünglich geplant ein aufwendiges Vorschubgerüst einzusetzen, kommt jetzt ein 18 Tonnen schwerer Bagger mit Betonzange zum Einsatz. Das alternative Vorgehen wurde kurzfristig genehmigt, nachdem sich herausstellte, dass der schwierige Untergrund im Donauflussbett eine sichere Verankerung des Gerüsts unmöglich macht.

18 Tonnen schwerer Bagger mit Betonzange

Um den Bagger in Position zu bringen, wird der Pegel der Donau ab Mitte Mai um rund zwei Meter abgesenkt. So kann das schwere Gerät von der Neu-Ulmer Seite aus in die Flussmitte fahren. Da beginnt der Rückbau auf der stromaufwärts gelegenen Seite. Innerhalb weniger Tage soll alles, was in die Donau stürzen könnte, entfernt sein. Ziel ist, die Arbeiten an der ersten Brückenhälfte bis Ende Mai abzuschließen.

Direkt im Anschluss startet der Bau des ersten Teils der neuen Brücke mit der Errichtung der sogenannten Widerlager – das sind massive Fundamente am Rand, die das Bauwerk später tragen. Die neue Gänstorbrücke wird in zwei Teilen neu gebaut, sie wird breiter und moderner ausfallen, mit getrennten Spuren für Autos, Fußgänger und Radfahrer. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.

Mit dem alternativen Abbruchverfahren hoffen die Verantwortlichen, Zeit im Gesamtprojektplan gutzumachen. Das Regierungspräsidium und das Wasserwirtschaftsamt haben dem Vorgehen bereits zugestimmt. Laut Stadt Ulm wurden im Vorfeld auch mögliche Auswirkungen auf Flora und Fauna geprüft – das Ergebnis: keine Bedenken.

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