Die Verkehrsumlegung an der Gänstorbrücke verzögert sich um rund einen Monat. Der Verkehr soll voraussichtlich erst Ende Oktober 2026 über die neu gebaute Brückenhälfte rollen. Anschließend kann der Rückbau des östlichen alten Brückenteils beginnen.
Der genaue Termin hängt nach Angaben der Stadt Ulm von der Witterung und den Wasserverhältnissen der Donau ab. Ursprünglich war die Umlegung bereits für Ende September geplant.
Grund für die Verzögerung sind vor allem aufwendige Arbeiten rund um die Baustelle. Auf beiden Seiten der Donau müssen neue Wasser- und Gasleitungen verlegt werden. Besonders die dafür benötigten Montagegruben haben mehr Zeit in Anspruch genommen als zunächst erwartet.
Da diese Leitungen fertig sein müssen, bevor weitere Arbeiten beginnen können, verschieben sich auch andere Bauabschnitte. Dazu gehören die Sanierung der Brückenstraße in Neu-Ulm und die Neugestaltung der Straße auf der Ulmer Seite.
Zusätzliche Verzögerungen gab es beim neuen Stahlüberbau. Teile mussten direkt an ihrer endgültigen Position verschweißt und anschließend gegen Korrosion geschützt werden.
Die hohen Temperaturen im Sommer erschwerten diese Arbeiten. Schweiß- und Beschichtungsarbeiten können nur unter geeigneten Bedingungen ausgeführt werden und dauerten deshalb länger.
Trotz der Verzögerungen soll der Neubau der Gänstorbrücke weiterhin zum Jahreswechsel 2027/2028 fertig werden. Arbeiten an den Außenanlagen und Baumpflanzungen könnten nach der Verkehrsfreigabe noch bis April 2028 dauern.