Die Ulmer Pauluskirche trägt im September den Titel „Kirche des Monats“. Vergeben wird die Auszeichnung von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland, kurz Stiftung KiBa. Sie unterstützt die anstehende Sanierung der Kirche mit 20.000 Euro.
Das Geld wird für die Instandsetzung der Fassade gebraucht. Die zu sanierende Fläche ist ungefähr so groß wie ein Fußballfeld. Insgesamt sollen die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten.
Für Pfarrer Peter Heiter liegt die Bedeutung der Pauluskirche vor allem darin, dass sie unterschiedliche Menschen zusammenbringt. Das Gebäude verbindet verschiedene Abschnitte der Geschichte und unterschiedliche Baustile. Gleichzeitig ist die Kirche ein Treffpunkt für Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft.
Jedes Jahr kommen rund 90.000 Besucher in die Pauluskirche. Neben mehr als 100 Gottesdiensten und ebenso vielen Andachten gibt es dort Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen. Im Winter werden außerdem täglich bis zu 800 Menschen in der Ulmer Vesperkirche mit Essen versorgt. Ganzjährig werden Lebenshilfe und soziale Beratung angeboten.
Die Pauluskirche wurde 1910 eröffnet und war eine der ersten Betonkirchen Deutschlands. Entworfen wurde sie vom Architekten Theodor Fischer. Auffällig sind vor allem die beiden rund 50 Meter hohen Türme und das große Gewölbe aus Sichtbeton, das ohne Säulen auskommt. Ursprünglich wurde das Gebäude als Garnisonkirche mit rund 2.000 Sitzplätzen errichtet.
Heute steht die Pauluskirche unter Denkmalschutz. Damit das Gebäude weiter genutzt werden kann, muss nun vor allem die Fassade saniert werden.
Die 20.000 Euro der Stiftung decken nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten. Deshalb sammelt die Gemeinde zusätzlich Spenden. Unter anderem gibt es Benefizkonzerte und sogenannte Baustein-Patenschaften. Auch mit einer Crowdfunding-Aktion wurde bereits Geld für die Renovierung gesammelt.
Der Titel „Kirche des Monats“ soll deshalb nicht nur die besondere Bedeutung der Pauluskirche hervorheben, sondern auch auf die dringend nötige Sanierung aufmerksam machen. Spenden sind also immer willkommen.