Das Nabada am Montag, 20. Juli, ist aus Sicht von Polizei und Rettungskräften insgesamt friedlich und geordnet verlaufen. Zwischen 7.500 und 10.000 Menschen waren nach Angaben der Einsatzkräfte in der Donau unterwegs. Am Ufer verfolgten schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Zuschauer das traditionelle Spektakel.
Die Donau hatte eine Wassertemperatur von rund 20 Grad. Wegen der geringen Strömung dauerte das Nabada länger als üblich. Bei einer Außentemperatur von etwa 23 Grad kamen vor allem im Ausstiegsbereich zahlreiche Teilnehmer unterkühlt an. Die Helfer verteilten deshalb viele Rettungsdecken.
Die Wasserrettung leistete am Ufer in 29 Fällen Hilfe. Eine alkoholisierte Person musste aus der Donau gerettet und anschließend medizinisch versorgt werden.
An Land behandelten Rettungs- und Sanitätsdienste insgesamt 57 Menschen. 15 von ihnen wurden zur weiteren Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Einsatzkräfte kümmerten sich unter anderem um Schnittverletzungen, ausgekugelte Schultern, Kopfplatzwunden, Wespenstiche, alkoholbedingte Beschwerden und Bewusstlosigkeit.
Rund 250 Wasserretter und 110 Helfer an Land sicherten die Veranstaltung ab. Ein Großteil von ihnen war ehrenamtlich im Einsatz.
In Neu-Ulm gab es laut Polizei keine nennenswerten Zwischenfälle. Auch die Zahl der alkoholbedingten Vorfälle sei im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.
Auf Ulmer Seite registrierte die Polizei am Abend neun Körperverletzungen. Drei davon wurden als gefährliche Körperverletzungen aufgenommen, weil mehrere Personen beteiligt gewesen sein sollen. Außerdem ermittelt die Polizei wegen einer sexuellen Belästigung, nachdem eine Frau unsittlich berührt worden sein soll.
Hinzu kamen ein Widerstand gegen Polizeibeamte bei der Kontrolle eines aggressiven Mannes, ein Platzverweis und zwei Diebstähle. Zu den Diebstählen machte die Polizei wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben. Gemessen an der Größe des Schwörmontags spricht sie dennoch von einem normalen und vergleichsweise ruhigen Verlauf.
Vor dem Nabada hatte Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher auf dem Weinhof seine Schwörrede gehalten. Darin rief er zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. Die Rede wurde im Anschluss vielfach positiv aufgenommen.