Ulmer Straßenbahnen werden länger

Avenios erhalten neue Module und erweitern Kapazität

Derzeit sind 18 Straßenbahnen des Typs Avenion M in Ulm im Einsatz. Diese bieten bislang jeweils Platz für 185 Fahrgäste. Durch den Einbau weiterer Module soll sich die Kapazität zukünftig weiter erhöhen.

Derzeit sind 18 Straßenbahnen des Typs Avenion M in Ulm im Einsatz. Diese bieten bislang jeweils Platz für 185 Fahrgäste. Durch den Einbau zwei weiterer Module erhöht sich die Kapazität pro Fahrzeug künftig auf bis zu 256 Personen. Den Auftrag zur Bestellung haben SWU und Siemens nun unterschrieben. Das erste umgebaute Fahrzeug wird Anfang 2027 in Ulm erwartet. Im Anschluss erfolgen Testfahrten im Netz der SWU und nach erfolgreicher Zulassung der Verlängerung ein Einsatz im regulären Linienbetrieb. Die vollständige Umrüstung aller 18 Straßenbahnen wird Mitte 2028 erwartet.

Durch die Erhöhung der Kapazitäten in unseren Straßenbahnen haben künftig mehr Menschen die Möglichkeit klimaneutral und schnell durch Ulm zu fahren. Außerdem bleibt die Personalbelastung an Fahrern gleich. Wir freuen uns sehr, dass das Land Baden-Wüttemberg die Investition mit einer großzügigen Förderung unterstützt. Ohne dies wäre die Verlängerung nicht möglich gewesen.

begrüßt Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU, die Erweiterung der Avenios und sieht darin Vorteile für Fahrgäste und Stadtwerke gleichermaßen. Insgesamt wird die Fahrzeugverlängerung für alle 18 Straßenbahnen 45,9 Millionen Euro kosten. Davon werden 40 Prozent von der Förderung abgedeckt. Zusätzlich fallen für Umbaumaßnahmen im Betriebshof und den Werkstätten 28 Millionen Euro an, wovon für rund die Hälfte eine Förderung vom Land erwartet wird.

Wir freuen uns sehr über das Vertrauen unseres langjährigen Kunden SWU, die bestehenden Avenios im Ulmer Straßenbahnnetz zu verlängern. Der Avenio M ist ein sehr bewährtes Fahrzeug, das durch Zuverlässigkeit und Flexibilität überzeugt. Diese Investition wird nicht nur den Fahrgästen zugutekommen, sondern auch den Stadtwerken dabei helfen, ihre Transportkapazität effizient zu erweitern.

kommentiert Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility, den Abschluss. Ralf Gummersbach verspricht gleichbleibenden Komfort und mehr Barrierefreiheit: „Die neuen Module bieten Platz für einen weiteren Mehrzweckbetrieb, in dem Rollatoren und Kinderwägen während der Fahrt abgestellt werden können. Gleichzeitig wird ein bestehender Mehrzweckbereich vergrößert. Somit verdoppeln wir die Stellflächen für Rollstühle künftig auf zwei Plätze. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der ÖPNV für alle Bürger attraktiv und zugänglich ist. Zudem sind die Erweiterungen baugleich zu den bislang eingesetzten Avenion-Modellen. Das bedeutet gleichbleibender Fahrgastkomfort und Sicherheit.“

Wir brauchen für den Unterhalt keine neuartigen Ersatzteile, da Teilegleichheit zu den vorhandenen Fahrzeugen besteht. Hierdurch entfallen weitergehende Schulungen des Werkstattpersonals. Für die Innstandhaltung und Abstellung der Fahrzeuge ist eine Verlängerung der Arbeitsstände und er Waschanlage notwendig sowie der Einbau von drei weiteren Abstellgleisen, um alle Bahnen in der Nacht abstellen zu können.

so Jürgen Späth, verantwortlicher für die Schienenfahrzeuge der SWU, der in der Verlängerung weitere Vorteile sieht.

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