Der 16. Ulmer Weihnachtscircus hat begonnen. Bis zum Dreikönigstag gastiert er auf dem Festplatz in der Friedrichsau. Die Besucher erwartet ein brandneues Zelt und ein Programm voller Weltstars. Die Show bietet eine Mischung aus Akrobatik, Clownerie und Tierdressuren.
Der Weihnachtscircus hat zahlreiche treue Fans bezeichnet sich in seinem 16. Jahr als „Kult-Weihnachtscircus“. Dafür wurde kräftig investiert. Das neue Zirkuszelt ist mit 42 Metern Durchmesser deutlich größer. Es bietet nun 1.500 Sitzplätze, statt teilweise auf Bierbänken sitzen nun alle Gäste auf teilweise auch gepolsterten Einzelstühlen. Die Sicht ist von allen Plätzen deutlich besser. Eine leistungsfähige Heizung sorgt für angenehme Temperaturen.
Auch das Vorzelt ist neu und ist mit 45 Metern Länge riesig geworden. Das Gedränge in der Pause gehört der Vergangenheit an. Einzelne Buden schaffen eine Weihnachtsmarkt-Atmosphäre. Es gibt Getränke, Essen, Zuckerwatte und vieles mehr.
Programmdirektor Matthias Bergstaedt reist das ganze Jahr. Er besucht Zirkusfestivals in ganz Europa und Übersee. Dort sucht er die besten Artisten für Ulm aus. Das Programm ist eine Mischung aus guten Bekannten und neuen Gesichtern. Die Artisten kommen aus Europa, Afrika, Kuba und Amerika. Die vielen unterschiedlichen Programmpunkte lassen sich nur ausschnittweise darstellen.
Die „Truppe Havanna“ aus Kuba sorgt für Stimmung. Sieben Artisten zeigen Seilspringen zu heißen Latino-Rhythmen. Das „Duo Infinitum“ aus der Ukraine erzählt eine Liebesgeschichte hoch unter der Zirkuskuppel. Ihre Darbietung wurde auf mehreren Festivals ausgezeichnet.
Aus Kolumbien kommen „The Gerlings“. Sie sind Preisträger des Zirkusfestivals von Monte Carlo. Sie zeigen waghalsiges Seilspringen auf dem doppelten Todesrad. Später rasen sie mit Motorrädern durch eine Stahlkugel. Das ist Nervenkitzel pur für die Zuschauer.
Die Clowns „Pom Pom & Pompi“ aus Ungarn sorgt für viele Lacher. Pom Pom ist mehr als nur ein Pausenclown ür die Umbaupausen im mehr als zweistündigen Programm. Immer wieder bindet er Zuschauer in seine Späße ein. Männer aus dem Publikum nennt er stets „Günter“. Ihr gemeinsamer Auftritt wirkt perfekt einstudiert. Dabei ist es pure Improvisation mit einem zufälligen Günter.
Circusdirektor Veno Mendes präsentiert seine Tiere, darunter eine beeindruckende Kamelkarawane und edle Pferde. Seine Tochter Alexia zeigt eine Dressur mit Pferd und Pony, sie sind spielerisch in der Manege unterwegs. Die Tiere zeigen eine enge Bindung zu ihren Ausbildern und Pflegern, das Tierzelt mit großen Ausläufen ist zeitweise auch für Zuschauer zugänglich.
Begleitet wird die Show von Mitgliedern des Ukrainischen Staatsorchester, sie sorgen für die passende Live-Musik. Vorstellungen gibt es noch bis Dreikönig täglich um 15 Uhr und 19:30 Uhr. An Heiligabend gibt es öffentliche Proben statt Vorstellungen, am Neujahrstag ist spielfrei.