Ulms Alt-OB Czisch mischt bei Koalitionsverhandlungen in Stuttgart mit

Ulmer Spirit am Verhandlungstisch

Der frühere Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch sitzt für die CDU in der AG Digitales der Koalitionsverhandlungen zur neuen grün-schwarzen Landesregierung in Stuttgart. Dort trifft er auf bekannte Gesichter aus Ulm.

Der frühere Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch ist Teil der CDU-Verhandlungsdelegation in der Arbeitsgruppe „Digitales“ im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zu einer möglichen neuen grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg. Dort arbeitet er an inhaltlichen Fragen der künftigen Digitalpolitik mit und bringt seine langjährige Erfahrung aus kommunaler Verwaltung und Stadtpolitik ein.

Ulmer Spirit am Verhandlungstisch

Czisch arbeitet dabei mit der Ulmer CDU-Bundestagsabgeordneten Ronja Kemmer zusammen, die die Arbeitsgruppe auf CDU-Seite leitet. Sie übernimmt damit eine zentrale koordinierende Rolle innerhalb der CDU-Delegation.

Czisch betont vor allem den inhaltlichen Anspruch der Arbeit: In der Arbeitsgruppe gehe es darum, grundlegende Reformideen zu entwickeln, Positionspapiere zu erarbeiten und die digitale Transformation des Landes voranzubringen. Ziel sei es, das Vertrauen in Staat und Verwaltung zu stärken und die Handlungsfähigkeit des demokratischen Gemeinwesens zu verbessern.

Auf der anderen Seite des Verhandlungstisches trifft Czisch zudem auf ein weiteres bekanntes Gesicht aus Ulm: Die Grünen-Landesvorsitzende Lena Schwelling, die bereits während seiner Amtszeit im Ulmer Gemeinderat aktiv war, leitet die Arbeitsgruppe aufseiten der GRÜNEN. Czisch spricht in diesem Zusammenhang von einem „Ulmer Spirit“ im Verhandlungsgeschehen.

Die Koalitionsverhandlungen in Stuttgart laufen derzeit in insgesamt 14 Arbeitsgruppen. Erste Ergebnisse werden in den kommenden Wochen erwartet.

Rückblick auf die Landtagswahl

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 wurden die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir knapp stärkste Kraft vor der CDU mit Manuel Hagel. Beide Parteien liegen nahezu gleichauf und verfügen im neuen Landtag über eine vergleichbare Mandatsstärke. Eine Fortsetzung der grün-schwarzen Zusammenarbeit gilt daher als zentrale Option der laufenden Koalitionsverhandlungen.

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