Unfallstatistik Neu-Ulm: Mehr Radunfälle, mehr Drogenfahrten – aber keine Verkehrstoten

Achtung im Straßenverkehr

Ein paar Sorgenfalten bleiben der Polizei Neu-Ulm. Besonders die Fahrradunfälle sowie Alkohol und Drogen im Straßenverkehr steigen an. Die große positive Nachricht: Keine Verkehrstoten im Jahr 2025.

Die Straßen im Raum Neu-Ulm bleiben vergleichsweise sicher, zumindest wenn man auf die schwersten Folgen blickt. Im vergangenen Jahr ist erstmals seit mehreren Jahren kein Mensch bei einem Verkehrsunfall im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Neu-Ulm ums Leben gekommen. Trotzdem zeigt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der Polizei: Im Straßenverkehr verändern sich einige Entwicklungen deutlich. Besonders zwei Trends stechen hervor.

Die „schwachen“ Verkehrsteilnehmer

Ein Thema bleibt der zunehmende Radverkehr. Immer mehr Menschen sind mit dem Fahrrad oder E-Bike unterwegs – und das spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider. Die Polizei registriert deutlich mehr Unfälle mit Radfahrern als noch vor einigen Jahren. Besonders E-Bikes spielen dabei eine wachsende Rolle. Gleichzeitig versucht die Polizei gegenzusteuern, etwa mit Fahrradstaffeln, Trainings für Senioren und Verkehrserziehung für Kinder. Bei Letzterem gehen die Sorgen für den Verkehrsbeauftragten der Neu-Ulmer Polizei, Hauptkommissar Werner Lipp, weiter: „Wir stellen leider in der Jugendverkehrsschule fest, dass immer weniger Kinder Fahrrad fahren können. Wir müssen dann den Kindern erstmal zeigen, wie sie sich auf dem Fahrrad halten können, bevor wir Verkehrsregelungen schulen können. Das ist eigentlich nicht Aufgabe der Jugendverkehrsschule, das ist Aufgabe der Eltern.“ In den nächsten Jahren sei weiter mit ansteigenden Fahrradunfällen zu rechnen.

Alkohol und Drogen

Ein zweiter Trend betrifft Alkohol und vor allem Drogen im Straßenverkehr. Während Alkoholfahrten weiterhin ein Problem bleiben, fällt vor allem der deutliche Anstieg bei Fahrten unter Drogeneinfluss auf. Gerade Cannabis spielt dabei zunehmend eine Rolle. Insgesamt hat die Polizei im gesamten Dienstbereich zuletzt deutlich mehr Drogenfahrten festgestellt als noch vor wenigen Jahren. Auch auf dem Fahrrad und dem E-Scooter wird vermehrt mit Drogeneinfluss gefahren.

Der Straßenverkehr verändert sich

Bei den Verletzten zeigt sich ein gemischtes Bild. Schwere Verletzungen bei Verkehrsunfällen sind seltener geworden, gleichzeitig gab es mehr leicht verletzte Menschen. Insgesamt bleibt die Zahl der Unfälle im Raum Neu-Ulm jedoch relativ stabil und ist zuletzt sogar leicht zurückgegangen.

Für die Polizei bleibt deshalb klar: Auch wenn die schlimmsten Folgen aktuell ausbleiben, verändern sich Risiken im Straßenverkehr. Besonders Radverkehr sowie Alkohol und Drogen am Steuer stehen dabei weiterhin im Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit.

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