Uni Ulm startet Notfalltraining im VR-Schockraum

virtuelle Realität

An der Uni Ulm können Medizinstudierende jetzt Notfälle in einem virtuellen Schockraum trainieren – mit VR-Brille und digitalen Avataren.

Notfallsituationen realistisch trainieren – und das ganz ohne echten Patienten: An der Universität Ulm ist das jetzt möglich. Medizinstudierende lernen dort ab sofort im virtuellen Schockraum. Die neue 3D-Lernumgebung wurde zusammen mit dem Ulmer Unternehmen TriCAT entwickelt und ermöglicht es den Teilnehmenden, lebensrettende Maßnahmen flexibel, orts- und zeitunabhängig einzuüben.

realistisch trainieren – ohne echte Patienten

Ausgestattet mit VR-Brille und Controllern arbeiten die Studierenden im digitalen Team an einem simulierten Notfallpatienten. Die Umgebung orientiert sich an einem echten Schockraum im Ulmer Trainingshospital TTU – inklusive medizinischer Geräte, Patienten-Avatar und digitalen Teammitgliedern. Auch Tutoren sind eingebunden und geben direktes Feedback.

„Ich bin froh, dass wir solche Situationen üben können – der Stress fühlt sich sehr real an“, sagt Medizinstudentin Carmen Maier. Ihre Kommilitonin Jutta Karmann ergänzt: „So lässt sich unser theoretisches Wissen viel besser praktisch anwenden.“

Seit dem Sommersemester sind zwei 90-minütige VR-Sitzungen Pflichtbestandteil der Ausbildung. Für Dr. Claudia Grab-Kroll von der Medizinischen Fakultät ist das ein wichtiger Schritt: „Wir verbinden klassische Lehre mit digitalen Methoden – für kompetente und empathische Ärztinnen und Ärzte von morgen.“

Das Projekt wurde vom Kompetenzzentrum eEducation angestoßen und mit rund 70.000 Euro aus Landesmitteln finanziert. Die Universität Ulm setzt damit nach eigenen Angaben neue Maßstäbe in der digitalen Lehre und Medizindidaktik.

Das könnte Dich auch interessieren

28.04.2026 Uni Ulm saniert markantes Gebäudekreuz – Ersatzlösungen geplant Das zentrale Gebäude mit großen Hörsälen und Forum stammt aus dem Jahr 1972 und entspricht in Technik und Infrastruktur nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Baustart ist derzeit für 2028 vorgesehen. Um den Lehr- und Forschungsbetrieb während der mehrjährigen Bauphase aufrechtzuerhalten, sind zunächst Ersatzmaßnahmen geplant. Ab Ende Juli 2026 wird das Forum im Gebäude N24 09.10.2026 Neue Regelung an der Uni Ulm: Junge Ärzte können mehr Zeit für Forschung nutzen Ärzte behandeln Patienten, forschen an neuen Therapien und bilden sich gleichzeitig weiter. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach. An der Universität Ulm soll das jetzt leichter werden. Im sogenannten Clinician Scientist Programm können sich Nachwuchsmediziner künftig bis zu zwölf Monate ihrer Forschungsarbeit auf die Weiterbildung zum Facharzt anrechnen lassen. Bisher waren 09.02.2026 Cybercrime im Blick: Uni Ulm und Polizei geben spannende Einblicke Am heutigen Montag, den 9. Februar, um 18:30 Uhr lädt das studium generale der Universität Ulm zu einem spannenden Vortrag ein. Björn Jäschke von der Kriminalinspektion 5 am Polizeipräsidium Ulm spricht über Cybercrime und zeigt, wie die Polizei bei Computerverbrechen ermittelt. Der Vortrag erklärt, wie die Kriminalinspektion 5 arbeitet – von IT-Forensik über Datenanalyse bis 22.10.2026 Ulm plant großen Bildungscampus für 60 Millionen Euro am Eselsberg In Ulm wird kräftig in die Schulen investiert! Am Mähringer Weg auf dem Eselsberg soll ein neuer Bildungscampus für rund 60 Millionen Euro entstehen. Der Ulmer Bauausschuss hat die Pläne dafür am 6. Oktober 2026 einstimmig auf den Weg gebracht. Der Neubau soll moderne Lernbereiche, eine Sporthalle, eine Kita und sogar ein Stadtteilcafé bekommen. Auch