Unterallgäu: Gewässerrandstreifen "enormes Potenzial" für Artenvielfalt

Jeder von uns hat sie schon einmal bei einem Spaziergang durch die Natur gesehen: Gewässerrandstreifen. Sie sehen nicht nur schön aus sondern sind auch wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. 

Legen Landwirte eine solche Schutzzone zum Erhalt der Artenvielfalt an, können diese eine Förderung vom Freistaat Bayern erhalten.

„Das ist ein enormes Potenzial“

„Das Unterallgäu mit seinen vielen kleinen und größeren Fließgewässern verfügt über rund 1000 Kilometer Fließstrecke. Das ist ein enormes Potenzial.“, ist Fabienne Finkenzeller, Biodiversitätsberaterin, überzeugt. Sie bieten den Tieren und Pflanzen Nahrung, einen Rückzugsort, sowie Brutplätze und auch Winterquartiere. Zudem sorgen die Pufferzonen dafür, dass weniger Düngemittel und Schadstoffe in die Gewässer gelangen. Seit 2019 sind die fünf Meter breiten Pufferzonen an naturnahen und natürlichen Gewässern Pflicht. Die acker- und gartenbauliche Nutzung ist hingegen nicht erlaubt.

Landwirte erhalten Förderung freiwillige Gewässerrandstreifen

Über das Vertragsnatuarschutzprogramm (VNP) haben Landwirte die Möglichkeit eine Förderung für die Anlage eines Gewässerrandstreifens zu erhalten. Voraussetzung dafür ist ein späterer Schnittzeitpunkt und der Verzicht auf Düngemittel entlang von Gewässern. Die Biodiversitätsberaterin Fabienne Finkenzeller berät interessierte Landwirte und Eigentümer gern vor Ort zur individuellen Gestaltung, Pflege und finanziellen Förderung der Gewässerrandstreifen.

 

Das könnte Dich auch interessieren

29.08.2025 Kreis Unterallgäu: aufgefundene Leiche ist vermisste 36-jährige Das hat die am Freitag durchgeführte Obduktion ergeben. Dringend tatverdächtig ist ihr Lebensgefährte. Der 38-jährige hat nach Polizeiangaben ein Geständnis abgelegt. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Der Mann sitzt bereits in U-Haft. Die Ermittlungen der Kripo Memmingen dauern an. 10.02.2026 Kümmerer-Netzwerk für Storchennester in Schwaben Im Unterallgäu wurden im Jahr 2025 insgesamt 99 Weißstorch-Brutpaare in sechs Kolonien gezählt. Damit gehört der Landkreis zu den Regionen Schwabens mit besonders hohem Storchenbestand. Für den Artenschutz ist das erfreulich, doch Nester an unpassenden Stellen können schnell zu Problemen für Anwohner werden. Der Storch kommt geflogen In den kommenden Wochen beginnen die Störche wieder 04.12.2025 Kreis Unterallgäu: Auto wird von Zug erfasst und mitgeschleift Weil ein Autofahrer einen herannahenden Zug übersehen hat, der von Krumbach Richtung Pfaffenhausen gefahren ist, ist am Morgen an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Breitenbrunn ein Auto von einem Zug erfasst und rund 100 Meter weit mitgeschleift worden. Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte der Zugführer den Zusammenstoß nicht verhindern. Der 58-jährige Autofahrer wurde leicht verletzt und kam 29.08.2025 Landkreis Unterallgäu: Lebensgefährte der Frau legt Geständnis ab Laut Polizei hat der 38-jährige  ein Geständnis abgelegt. Daraufhin erging Haftbefehl gegen ihn. Am Donnerstag hatten die Ermittler nach wochenlanger Suche eine Leiche entdeckt und den Partner der Frau festgenommen. Bei der Obduktion konnten die Gerichtsmediziner bestätigen, dass es sich um die gesuchte 36-Jährige handelt. Die Kripo Memmingen will nun den Tathergang rekonstruieren. Und die