Nach den jüngsten iranischen Gegenangriffen auf die Golfregion sind auch Urlauber aus Schwaben in Dubai gestrandet. Wie die Südwest Presse berichtet, mussten drei Ulmer in ihrem Hotel Schutz suchen, sich von Fenstern und Türen fernhalten und mehrere Stunden im Flur ausharren.
Der internationale Flughafen von Dubai ist aktuell geschlossen, tausende Reisende sitzen fest. Rückreisemöglichkeiten sind derzeit unklar, auch Fluggesellschaften und Reiseveranstalter können nur begrenzt Auskünfte geben. Mehrere tausend deutsche Urlauber sind derzeit in der gesamten Golfregion gestrandet. Die Lufträume über den Vereinigten Arabischen Emiraten (inklusive Dubai und Abu Dhabi), Katar, Kuwait, Teilen Syriens, Israel und dem Iran sind aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Eine Evakuierung durch die Bundeswehr schließt Außenminister Jens Wadephul aktuell aus. In der ARD verwies er auf die deutschen Botschaften und die Krisenvorsorgeliste, über die sich Staatsbürger registrieren und aktuelle Informationen erhalten können.
Zwei Tage nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran reist Bundeskanzler Friedrich Merz heute nach Washington, um morgen US-Präsident Donald Trump zu treffen. Der Besuch war schon länger geplant.
Die Ulmer Urlauber stehen nach Angaben der Zeitung in Kontakt mit der deutschen Botschaft und halten sich an offizielle Warnhinweise, während sie auf eine sichere Rückkehr warten. Laut weiteren Medienberichten sitzen derzeit rund 30.000 deutsche Urlauber in der gesamten Golfregion fest. Viele haben sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts eingetragen, um aktuelle Hinweise zu erhalten. Auch Kreuzfahrtpassagiere in Abu Dhabi und Doha können ihre Reise nicht fortsetzen, weil Flüge gestrichen und Lufträume gesperrt wurden.