Urteil im Fall um beinahe provozierten Unfall gefallen

Gefährliches Manöver auf der A8

Ein 39-Jähriger soll auf der A8 absichtlich einen BMW in die Leitplanke gedrängt haben. Jetzt wurde er vor Gericht verurteilt.

Im Frühjahr kam es auf der A8 zwischen Zusmarshausen und Jettingen zu einer riskanten Situation: Ein 39-jähriger Mercedesfahrer soll bei Tempo 130 versucht haben, einen BMW in die Leitplanke zu drängen.

Laut Anklage hatte der Mann den anderen Autofahrer zuvor dicht bedrängt und absichtlich rechts überholt, bevor er plötzlich wieder nach links zog. Nur durch eine Vollbremsung konnte der BMW-Fahrer einen Unfall verhindern.

Angeklagter fühlte sich provoziert

Vor Gericht erklärte der Angeklagte, er habe sich vom Fahrverhalten des anderen bedrängt gefühlt und wollte „ein Zeichen setzen“. Dabei habe er jedoch keinen Unfall riskieren wollen. „Ich wollte einfach nur an mein Ziel kommen“, sagte er.

Urteil mit Denkzettel

Das Amtsgericht Günzburg sah die Schuld jedoch klar beim Mercedesfahrer. Ein unabhängiger Zeuge bestätigte, dass der 39-Jährige bewusst riskant fuhr und so die gefährliche Situation verursachte.

Das Urteil: eine Geldstrafe von 2500 Euro und neun Monate Führerscheinentzug. Die Richterin betonte, solche Manöver hätten auf der Autobahn nichts verloren.

Einspruch nicht ausgeschlossen

Der Angeklagte zeigt sich uneinsichtig und überlegt, Einspruch gegen das Urteil einzulegen. Ob der Fall weitergeht, bleibt vorerst offen.

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