Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor aggressiven Verkaufsmethoden rund um Glasfaseranschlüsse. Wer an der Haustür zu einem schnellen Vertragsabschluss gedrängt wird, sollte nichts sofort unterschreiben und Angebote erst in Ruhe prüfen.
Bei der Verbraucherzentrale häufen sich laut einer Mitteilung Beschwerden über Haustürgeschäfte. Betroffene berichten von Verkaufsgesprächen im Namen großer Anbieter wie Telekom oder Vodafone im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau.
Dabei sollen Verkäufer unter anderem behauptet haben, bestehende Kupferanschlüsse würden bald abgeschaltet oder ein Glasfaseranschluss sei später nur noch möglich, wenn sofort ein Vertrag abgeschlossen werde. Nach Angaben der Verbraucherzentrale handelt es sich bei den Verkäufern häufig um Promoter externer Agenturen.
Die Verbraucherzentrale rät dazu, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Seriöse Anbieter geben Interessenten ausreichend Zeit, Vertragsunterlagen zu prüfen und verschiedene Angebote zu vergleichen.
Vor einem Abschluss müssen alle wichtigen Informationen vorliegen, darunter Kosten, Vertragsdauer und Kündigungsfristen. Verträge sollten außerdem nicht spontan auf einem Tablet an der Haustür unterschrieben werden.
Wer bereits einen Vertrag an der Haustür abgeschlossen hat, kann ihn in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Wurde nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht informiert, kann sich die Frist auf ein Jahr und 14 Tage verlängern.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt Betroffenen, ihre Unterlagen schnell zu prüfen und sich bei Zweifeln beraten zu lassen. Für einen Glasfaseranschluss ist ein Vertragsabschluss an der Haustür nicht notwendig.