Ermittlungen nach Tod von mutmaßlichem Brandstifter eingestellt

Er starb auf der Flucht mitten in einer Klinik

Nach dem Tod eines 36 Jahre alten mutmaßlichen Brandstifters in der Uniklinik Ulm hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren zu dem Todesfall eingestellt.

Die beteiligten Polizeibeamten, Ärzte und Krankenpfleger treffe kein Verschulden am Tod des Mannes, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Ulm am Donnerstag mit.

Nach einer Obduktion und weiteren rechtsmedizinischen Untersuchungen geht die Staatsanwaltschaft den Angaben zufolge davon aus, dass der Mann an einem sogenannten exzitierten Delir gestorben ist. Dabei handle es sich um einen extremen Erregungszustand, der im Extremfall auch tödlich enden könne. Da dies den Ärzten, Pflegern und Polizisten nicht bewusst gewesen sei, trifft sie den Angaben nach keine Schuld.

Der Mann war Mitte März zunächst mit Schnittwunden an Hals und Armen in die Uniklinik in Ulm gebracht worden, nachdem er zuvor ein von ihm und seiner Familie bewohntes Mehrparteienhaus in Munderkingen (Alb-Donau-Kreis) in Brand gesteckt haben soll. Als Polizisten ihn am Tag darauf über seine vorläufige Festnahme informierten, sei der Mann geflüchtet und habe dabei die Polizisten mit Faustschlägen verletzt.

Nur mit Hilfe von ebenfalls anwesenden Pflegekräften gelang es den Polizisten, den sich mit Gewalt gegen eine Festnahme wehrenden Mann vor der Klinik Handschellen anzulegen. Ärzte verabreichten dem Mann kurz darauf Beruhigungs- und Narkosemittel und brachten ihn in einen Aufwachraum. Dort verschlechterte sich sein Zustand nach nur wenigen Minuten. Reanimationsversuche, die knapp zwei Stunden dauerten, blieben erfolglos. Eine Obduktion konnte die Todesursache zunächst nicht eindeutig klären.

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