Verkehrswendeaktionstag von ver.di und Fridays for Future

Klimaschutz durch Verkehrswende

Fridays for Future und ver.di kritisieren die Arbeitsbedingungen im ÖPNV. Dieser ist ein wichtiger Faktor für den Kampf gegen den Klimawandel. Am 3. März finden in Baden-Württemberg gemeinsame Aktionen statt.

Um gegen die Arbeitsbedingungen der Branche, die Orientierungslosigkeit der Arbeitgeber und Politik zu protestieren, rufen ver.di und Fridays for Future am 3. März 2023 zu einem Verkehrswendeaktionstag auf.

Beiden Gemeinschaften haben dasselbe Ziel, denn die besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten des ÖPNV sind auch ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. Paula Woltering, von Fridays for Future:

Damit die Emissionen im Verkehrssektor endlich sinken, brauchen wir eine Verkehrswende hin zum ÖPNV.

 

Warum hören viele Beschäftigte auf?

Derzeit hängen aber immer mehr Fahrer und Fahrerinnen ihren Job an den Nagel.

Viele Beschäftigte kehren dem ÖPNV den Rücken, weil sie woanders für dasselbe Geld eine leichtere Arbeit finden – mit weniger Stress und verlässlicheren Arbeitszeiten. Und die Zahl der Neueinsteiger, die nach kurzer Zeit wieder gehen, ist so hoch wie nie.

Sagt Christine Behle, zuständig im ver.di-Bundesvorstand für die Beschäftigten des ÖPNV. Das hat dafür gesorgt, dass es inzwischen weniger um den Ausbau des ÖPNV als um den Erhalt des Status quo geht. Der Personalmangel sorgt für Ausfälle und einen ausgedünnten Fahrplan, aber auch liegengebliebene Arbeit in der Verwaltung und den Werkstätten. Die übrigen Mitarbeitenden stehen dadurch noch mehr unter Druck, was sich auch negativ auf deren Gesundheit auswirkt.

 

Was haben die Arbeitsbedingungen mit dem Klimawandel zu tun?

Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im ÖPNV hängen direkt mit dem Kampf gegen den Klimawandel zusammen. Denn umgesetzt wird die Verkehrswende schlussendlich von den Fahrerinnen und Fahrern. Behle kritisiert die Politik, die Verkehrswende nicht anzupacken:

Seit 2019 sprechen Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister von Bund und Ländern von einer Verdoppelung des ÖPNV bis 2030. Doch nach Jahren der Diskussion gibt es noch nicht einmal eine Idee, woher das Geld für diesen Ausbau kommen soll, geschweige denn eine Ausbaustrategie. Stattdessen schieben Bund und Länder die Verantwortung immer wieder hin und her.

Die gemeinsamen Aktionen von ver.di und Fridays for Future finden neben Ulm auch in Stuttgart, Freiburg, Mannheim, Karlsruhe, Heilbronn, Esslingen, Konstanz und Baden-Baden statt.

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