Bei den Ulmer Friedenswochen ist in den kommenden Tagen einiges geboten. Von einer Ausstellung über die Waffenindustrie bis hin zu einer besonderen Filmwanderung durch Erbach ist alles dabei. Auch die Themen Wehrpflicht, Nationalsozialismus und persönliche Erfahrungen mit Krieg stehen auf dem Programm.
Los geht’s am Freitag, den 25. September, um 16 Uhr mit der Aktion „Waffeln statt Waffen“. Der Jugendverband BDKJ Ehingen-Ulm lädt in die Postgasse 2 ein. Neben kostenlosen Waffeln gibt es eine Ausstellung zur deutschen Waffenindustrie, insbesondere zu Unternehmen in Ulm. Jugendliche können sich informieren und miteinander ins Gespräch kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Um 19 Uhr geht es im Club Orange der Ulmer Volkshochschule weiter. Bei der Veranstaltung „Begegnung – Dialog“ erzählen Yuliia aus der Ukraine und Anna aus Russland von ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Friedensarbeit. Musik begleitet den Abend. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Am Samstag, den 26. September, steht zunächst eine Schilderaktion in der Ulmer Hirschstraße an. Von 11 bis 13 Uhr möchte die Friedenswerkstatt Ulm mit Passanten über Kriege und die Rolle der USA und ihrer Verbündeten diskutieren. Am Nachmittag geht es um die Geschichte Ulms. Die Stolpersteininitiative lädt von 14.30 bis 16 Uhr zu einem Rundgang zu Gedenksteinen für Opfer des Nationalsozialismus ein. Treffpunkt ist das ehemalige Arresthaus in der Frauenstraße 134.
Abends verwandelt sich Erbach in ein Freiluftkino. Bei der Veranstaltung „Herzkammern – Willst Du mit mir gehen?“ erwarten euch ab 19 Uhr sieben Stationen mit Kurzfilmen und literarischen Beiträgen zu demokratischen Grundwerten. Hauswände werden zu Leinwänden und öffentliche Plätze zu kleinen Bühnen. Anschließend gibt es eine Gesprächsrunde und eine gemeinsame Party. Startpunkt ist die Mensa des Schulzentrums in der Jahnstraße 36.
Am Sonntag, den 27. September, geht es in der Petruskirche in Neu-Ulm um die Schrecken des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Ab 19 Uhr präsentiert die Gruppe Sternenhände 4 Texte, vertonte Gedichte und eigene Lieder. Außerdem werden Erinnerungen von Ulmer Zeitzeugen an das Kriegsende vorgetragen.
Am Montag, den 28. September, steht das Thema Wehrpflicht im Mittelpunkt. Ab 18 Uhr spricht Dr. Fabian Georgi von der Universität Kassel im Haus der Gewerkschaften in Ulm über die politischen und rechtlichen Fragen rund um den Militärdienst. Außerdem gibt es Informationen zur Kriegsdienstverweigerung. Begleitend zu den Veranstaltungen ist noch bis zum 2. Oktober die Ausstellung „Gesichter des Friedens“ im EinsteinHaus zu sehen. Sie porträtiert zwölf Menschen, die Krieg persönlich erlebt haben und sich heute für Frieden einsetzen. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos.