Das war knapp! Ehingen hat auch nach der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag (11. Oktober) noch keinen neuen Rathauschef. Tobias Huber hat den Sieg mit 49,6 Prozent der Stimmen hauchdünn verpasst. Weil keiner der sechs Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, müssen die Ehinger am 25. Oktober nochmal an die Wahlurnen – es kommt zur Stichwahl Huber gegen Krämer!
Der Ehinger Sozialbürgermeister Tobias Huber liegt nach dem vorläufigen Wahlergebnis mit 49,6 Prozent deutlich vorne. Für einen direkten Sieg hätte er allerdings mehr als 50 Prozent gebraucht. Sein Konkurrent in der Stichwahl ist Martin Krämer, Bürgermeister von Obermarchtal. Er holte 30 Prozent der Stimmen. Auf Platz drei landete der parteilose Rechtsanwalt Christoph Lang mit 14,5 Prozent.
So haben alle sechs Kandidaten bei der OB-Wahl abgeschnitten:
Weitere elf Stimmen entfielen auf andere, von Wählern selbst eingetragene Personen.
47,1 Prozent der Wahlberechtigten haben am Sonntag ihre Stimme abgegeben. Damit liegt Ehingen zwar rund 5,5 Prozentpunkte unter dem landesweiten Durchschnitt bei Bürgermeisterwahlen. Im Vergleich zur letzten OB-Wahl 2018 ist die Beteiligung aber deutlich gestiegen. Damals gingen gerade einmal 26,4 Prozent wählen. Allerdings war Alexander Baumann damals ohne Gegenkandidaten angetreten.
Insgesamt waren 20.539 Menschen in Ehingen wahlberechtigt. 9.670 haben ihre Stimme abgegeben.
Für Tobias Huber und Martin Krämer geht der Wahlkampf jetzt in die Verlängerung. Beide Stichwahlkandidaten und auch der scheidende Oberbürgermeister Alexander Baumann rufen zur Wahl auf.
Bei der Stichwahl reicht dann die einfache Mehrheit: Wer am 25. Oktober die meisten gültigen Stimmen bekommt, wird neuer Oberbürgermeister von Ehingen.
Der bisherige Oberbürgermeister Alexander Baumann war nach 16 Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl angetreten. Seine Amtszeit endet regulär am 21. Dezember 2026.