Das landesweite Borkenkäfermanagement hat in der letzten Zeit immer mehr Borkenkäfer entdeckt. Auch im Alb-Donau-Kreis schwärmen die Jungkäfer der ersten Generation aus und suchen nach neuen Brutbäumen. Die untere Forstbehörde des Alb-Donau-Kreises ruft daher alle Waldbesitzer auf, ihre Wälder umgehend auf Käferbefall zu kontrollieren. Die Kontrollen sollten wöchentlich erfolgen und das laufende Monitoring intensiviert werden.
Die anhaltend hohen Temperaturen haben die Entwicklung der Käfer deutlich beschleunigt. Die erste Käfergeneration befällt aktuell stehende Fichten, um Eier abzulegen. Eine frühzeitige Erkennung und schnelles Handeln sind jetzt besonders wichtig, um eine Massenvermehrung zu verhindern und Schäden im eigenen sowie in benachbarten Wäldern zu vermeiden.
Bei den Kontrollen sollte man besonders auf braunes Bohrmehl an der Rinde, am Stammfuß, auf Spinnweben oder der Bodenvegetation achten. Zudem auf Harztropfen am Stamm, Einbohrlöcher in der Rinde, Spechtabschläge und Abgestorbene Kronenteile oder sich verfärbende Nadeln
Befallene Bäume müssen möglichst schnell gefällt und aus dem Wald gebracht werden, bevor sich neue Käfer entwickeln. Ist ein zeitnaher Abtransport ins Sägewerk nicht möglich, sollten die Stämme außerhalb des Waldes oder in einem reinen Laubwald gelagert werden. Dabei ist ein Abstand von mindestens 500 Metern zum nächsten Fichtenbestand einzuhalten, empfohlen werden 1.000 Meter. Falls keine andere Möglichkeit besteht, kann als letzte Maßnahme eine Behandlung mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel durch sachkundige Personen erfolgen.
Weitere Informationen, sowie Hilfe gibt es an den zuständigen Forstrevierleitungen oder bei den Forstbetriebsgemeinschaften. Die Kontaktdaten der jeweiligen zuständigen Revierleitung sind hier unter dem Stichwort „ADOKA“ oder direkt hier verfügbar.
Detaillierte Informationen zu einem erfolgreichen Borkenkäfermanagement gibt es hier beim Bundesland Baden-Württemberg.