Warnstreik an der Ulmer Uniklinik: Beschäftigte machen Druck

Pflegenotstand verschärft die Lage

An der Ulmer Uniklinik wird am heutigen Montag gestreikt. Ver.di fordert mehr Geld für Beschäftigte, Azubis und Praktikanten. Für Patienten kann das zu längeren Wartezeiten und verschobenen Terminen führen.

An der Ulmer Uniklinik wird am Montag, 18. Mai, gestreikt. Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte, Auszubildende und Praktikanten zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Der Nachtdienst beteiligt sich laut Streikaufruf nicht.

Hintergrund ist die laufende Tarifrunde für die Unikliniken in Baden-Württemberg. Ver.di fordert 7,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, mindestens aber 320 Euro im Monat. Für Auszubildende und Praktikanten sollen es 250 Euro mehr im Monat sein. Außerdem fordert die Gewerkschaft für Azubis einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.

Pflegenotstand verschärft die Lage

Der Warnstreik kommt in einer Zeit, in der Kliniken seit Jahren unter Druck stehen. Vor allem in der Pflege ist die Belastung hoch: zu wenig Personal, viele Schichten, hoher Zeitdruck. Deshalb geht es den Beschäftigten nicht nur um mehr Geld, sondern auch um Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen. Ver.di wirft den Arbeitgebern vor, in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt zu haben. Die nächste Tarifverhandlung ist für den 17. Juni geplant.

Patienten müssen mit Einschränkungen rechnen

Für Patienten kann der Streik spürbare Folgen haben. An der Uniklinik Ulm kann es am Montag zu längeren Wartezeiten kommen. Auch Termine könnten verschoben werden. Die Notfallversorgung soll aber gesichert bleiben. Dafür gibt es eine Notdienstvereinbarung zwischen ver.di und der Uniklinik.

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