Warnstreik bei Max Weiss in Neu-Ulm

Streiks bei Lebkuchenfirma

Bei der Max Weiss Lebkuchenfabrik in Neu-Ulm sind Beschäftigte in den Warnstreik getreten. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde in der bayerischen Süßwarenindustrie.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Max Weiss gehört zur Lambertz-Gruppe und produziert in Neu-Ulm unter anderem Lebkuchen und Weihnachtsgebäck für den internationalen Markt. Nach Angaben der NGG reicht das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite nicht aus.

Die Gewerkschaft fordert 5,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 230 Euro mehr pro Monat. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Für Auszubildende fordert die NGG 80 Euro mehr im Monat. Außerdem sollen Fahrtkosten zur Berufsschule und zu überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen übernommen werden.

Die Arbeitgeber bieten laut NGG nach zwei Verhandlungsrunden eine Entgelterhöhung von 1,9 Prozent ab dem 1. September 2026 und weitere 1,5 Prozent ab dem 1. September 2027. Die Laufzeit soll demnach 24 Monate betragen.

NGG spricht von Reallohnverlust

Der zuständige Gewerkschaftssekretär Paul Stüber kritisiert das Angebot: 3,4 Prozent über 24 Monate seien angesichts steigender Preise ein schleichender Reallohnverlust. Viele Beschäftigte in der Süßwarenindustrie arbeiteten laut NGG für Einkommen um die 3.000 Euro brutto im Monat.

Die Inflationsrate in Deutschland lag im April 2026 bei 2,9 Prozent. Das Statistische Bundesamt hatte damit seine vorläufige Schätzung bestätigt. So hoch war die Teuerung zuletzt im Januar 2024.

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