Warum Nichtstun so anstrengend ist

Habt ihr euch auch schon mal ganz bewusst hingesetzt und nichts getan? Einfach mal gesagt " jetzt mache ich nichts mehr!"? Außer atmen...

Das ist gar nicht so einfach, oder? Kaum hat man sich hingesetzt um sein großes Vorhaben umzusetzen, merkt man spätestens nach ein paar Minuten, dass das Ganze doch nicht so einfach funktioniert wie gedacht. Die Gedanken um die nächste Mahlzeit die man genussvoll verspeisen möchte oder auch das Gespräch mit dem Chef von heute morgen sind plötzlich wieder präsent. Nichtstun ist also einfacher gesagt als getan.

Der "Default Mode" ist Schuld

Das Abschweifen der Gedanken beim "Nichtstun" liegt in der Natur unseres Gehirns. Im Grundzustand, dem sogenannten Default Mode, verbraucht dieses nämlich genauso viel Energie, wie im aktiven Zustand. Kann man sich kaum vorstellen oder?

Das liegt daran, dass unser Gehirn stets versucht Vorhersagen zu treffen. Dazu nutzt es die alten Vorhersagen und gleicht diese mit den neuen Vorhersagen ab. Unser Gehirn schaltet also automatisch in Ruhephasen in den Default Mode um. Dieser Modus ist im übrigen auch dann aktiv, wenn wir tagträumen. Sobald wir uns allerdings wieder aktiv betätigen, zum Beispiel beim Essen zubereiten, geht unser Gehirn in einen aktiveren Modus über.

Das große Problem beim Nichtstun

Dass wir uns beim Nichtstun in unseren Gedanken verlieren ist also normal und lässt sich auch nicht einfach so abstellen. Daher ist es so schwierig abzuschalten, wenn man sich auch noch bewusst darauf konzentriert. Dadurch können wir dann erst recht nicht entspannen und auch nicht wirklich mal nichts tun.

Hinzu kommt, dass unser Gehirn beschäftigt werden möchte, sobald es sich im Default Mode befindet. In diesem Modus bekommt das Gehirn beim Nichtstun aber keine Informationen mehr die es verarbeiten kann. Das halten viele nicht aus und verlieren sich dadurch wieder in ihren Gedanken.

Das Nichtstun und somit auch das Nichtsdenken ist also alles andere als ein passiver Zustand. Besonders dann, wenn wir unser Gehirn bewusst versuchen daran zu hindern und uns somit besonders darauf konzentrieren.

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

15.10.2025 Routine & Mindset: Gesund denken, glücklicher leben! Wie schaffen wir es, alte Denkmuster zu durchbrechen und Routinen zu verändern? 20.04.2026 "Hoch die Hände, Kippenende" - Aktion Rauchfrei im Mai startet Der Mai kann für viele zum Neustart werden: die bundesweite Aktion „Rauchfrei im Mai“ ruft dazu auf, einen Monat lang auf Zigaretten zu verzichten und damit den ersten Schritt in ein dauerhaft rauchfreies Leben zu machen. Mitmachen können alle Raucher, unabhängig davon ob sie Zigaretten, Shishas oder ähnliches rauchen. Wer möchte kann sich mit einer anderen 14.04.2026 Freundin von Bundesliga-Profi Dinkçi an Krebs erkrankt Für Bundesliga-Profi Eren Dinkçi ist Fußball derzeit sicher nicht das Allerwichtigste, er bangt um seine Freundin Cinja. Denn die Partnerin des 24-Jährigen ist an akuter lymphatischer Leukämie erkrankt. «Von einem Moment auf den anderen steht alles still und gleichzeitig beginnt ein Weg, den man sich so nie hätte vorstellen können», sagten beide in einer gemeinsamen 13.04.2026 Schwabens beliebteste Osterkerze An Ostern in jeder Kirche zu finden, aber doch ganz individuell: Schwabens beliebteste Osterkerze kommen aus Illerrieden!