Frühlingsgefühle sind keine Erfindung von romantischen Dichtern, denn viele Menschen erleben im Frühling eine Art Aufbruchsstimmung und das Gefühl, die Schwere des Winters hinter sich zu lassen. Wir wollen den Ballast der kalten Jahreszeit abwerfen.
Doch nicht die steigenden Temperaturen sind der Grund für dieses Phänomen, sondern das vermehrte Licht. Mehr Sonnenlicht und optische Reize führen dazu, dass mehr Serotonin gebildet wird. Das ist der Stoff, der uns glücklich macht und die Stimmung hebt. Wir fühlen uns wacher, aktiver und motivierter. Im Winter produziert der Körper durch die langen Dunkelphasen mehr Melatonin, das Schlafhormon. Durch die längeren Tage wird dieses Hormon nun weniger ausgeschüttet.
Bei Männern steigt im Frühling und Sommer zwar der Testosteronspiegel, doch Frühlingsgefühle sind oft eher psychologisch. Wenn die Natur erwacht und wir wieder mehr Zeit draußen verbringen, fühlen wir uns automatisch lebendiger und offener für Begegnungen.