Weltfrauentag: Das steckt dahinter

Frauentag

Immer am 8. März wird weltweit der Weltfrauentag gefeiert. Was hinter dem Tag steht und er entstanden ist, erklären wir hier.

Der Internationale oder Weltfrauentag wird seit über hundert Jahren am 8. März gefeiert. Als Zeichen für die Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung von Frauen demonstrieren Menschen an diesem Tag auf der ganzen Welt. Auch in Ulm finden um und am Weltfrauentag viele Aktionen statt. Woher der Weltfrauentag kommt und wofür er steht, erklären wir hier.

Was ist der Weltfrauentag?

Der Weltfrauentag ist ein internationaler Welttag, an dem sich Menschen für die Gleichberechtigung und die Rechte von Frauen einsetzen. Mit Demonstrationen, Aktionen und Gesprächen wollen Teilnehmende auf die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen und die Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Er findet immer am 8. März statt. In einigen Bundesländern in Deutschland, wie in Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin, ist der Weltfrauentag sogar ein gesetzlicher Feiertag.

Am Weltfrauentag werden noch heute Frauen traditionell Blumen geschenkt, um ihnen Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen. Teilnehmende möchten jedoch mit ihren Aktionen am Weltfrauentag die Gesellschaft für die Gleichberechtigung sensibilisieren.

Woher kommt der Weltfrauentag?

Die Idee für den Frauentag in Deutschland hatte die deutsche Sozialistin Clara Zetkin im Jahr 1910. In den USA hatte das Nationale Frauenkomitee einen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht eingeführt, einen erfolgreichen Prostest, bei welchem bürgerliche Frauen gemeinsam mit Sozialistinnen demonstrierten. Zetkin setzte sich dafür ein, einen ähnlichen Protesttag in Deutschland einzuführen. Schnell kam der Beschluss, dass sozialistische Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag veranstalten sollten.

Der erste internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Deutschland, Österreich-Ungarn, Dänemark und der Schweiz statt. Damals noch mit dem Fokus auf das Wahlrecht für Frauen. Der Tag etablierte sich schnell in der sozialistischen Bewegung und wurde, bis zum Ersten Weltkrieg, jährlich gefeiert. Als der Erste Weltkrieg begann, war der Frauentag mehr ein Aktionstag gegen den Krieg. 1918 setzte die Reichsregierung im Deutschen Reich das freie und geheime Wahlrecht für Männer und Frauen fest. Damit war die ursprüngliche Forderung des Frauentags erfüllt. Der Frauentag drohte in Deutschland zu verschwinden. Am 8. März 1917 streikten in Russland Arbeiterinnen, Ehefrauen von Soldaten und auch Bäuerinnen und lösten die Februarrevolution aus. Ihnen zu Ehen wurde 1921 dann der 8. März als sozialistischer Gedenktag eingeführt.

Erst durch die Vereinigung von West- und Ostdeutschland wurde der Frauentag wieder ein Aktionstag, um für die Frauenrechte zu kämpfen. Ab 1944 gibt es jährlich am 8. März Veranstaltungen für Frauenrechte. Besonders in ostdeutschen Betrieben wird noch heute, in Erinnerung an den Frauentag, den Mitarbeiterinnen Blumen mit gratuliert.

Seit 1977 ist der Frauentag ein Welttag. Die UN-Generalversammlung verabschiedete einen Beschluss, der alle Staaten darum bat, einen Tag für die Rechte von Frauen und den Weltfrieden einzuführen. Seitdem finden die Veranstaltungen zum Frauentag weltweit am 8. März statt.

Warum gehen noch heute Menschen am Weltfrauentag demonstrieren?

Noch immer sind Frauen nicht gleichberechtigt und erfahren Benachteiligungen in der Welt. Insbesondere Frauen sind Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution. Außerdem erhalten Mädchen in ärmeren Ländern keinen Zugang zu Bildung.

Auch die Gehaltslücke zwischen dem Verdienst von Männern und Frauen ist noch immer vorhanden. Darauf möchte der Equal-Pay-Day am 7. März aufmerksam machen.

Das Motto des Weltfrauentags 2023 heißt: „Wer Fachkräfte sucht, kann auf Frauen nicht verzichten!“

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