Weniger Arbeitslose im September in BaWü und Bayern

Lage bleibt trotzdem angespannt

In Bayern und Baden-Württemberg sind im September etwas weniger Menschen arbeitslos gewesen als noch im August. Von einer echten Entspannung kann aber keine Rede sein – vor allem der Blick aufs Vorjahr zeigt, dass der Arbeitsmarkt weiter unter Druck steht.

Die Arbeitslosigkeit ist im September in Bayern und Baden-Württemberg leicht zurückgegangen. In Bayern waren rund 330.800 Menschen arbeitslos gemeldet, in Baden-Württemberg gut 306.100.

Die Arbeitslosenquote sank in Bayern auf 4,2 Prozent und in Baden-Württemberg auf 4,7 Prozent.

Herbst sorgt für etwas Bewegung

Dass die Zahlen im September zurückgehen, ist nicht ungewöhnlich. Nach den Sommerferien zieht der Arbeitsmarkt normalerweise wieder etwas an.

In Bayern waren gut 3.200 Menschen weniger arbeitslos als im August. In Baden-Württemberg sank die Zahl im Vergleich zum Vormonat um rund zwei Prozent.

Der Blick aufs Vorjahr fällt allerdings deutlich nüchterner aus. In Bayern waren im September dieses Jahres rund 6.700 Menschen mehr arbeitslos als vor einem Jahr. Auch in Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin leicht über dem Vorjahresniveau.

Viele verlieren weiterhin ihren Job

Vor allem in Baden-Württemberg bleibt die Lage angespannt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit melden sich weiterhin viele Menschen direkt aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos.

Gleichzeitig gibt es aber auch einen Lichtblick: 2026 haben bislang mehr Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder einen neuen Job gefunden.

Noch kein echter Aufschwung in Sicht

Mit einem dauerhaften Rückgang der Arbeitslosigkeit rechnet die Bundesagentur aktuell noch nicht. Die schwache Wirtschaft und der Abbau von Beschäftigung belasten den Arbeitsmarkt weiter.

Unterm Strich heißt das: Im September gehen die Zahlen zwar etwas runter – von einer deutlichen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sind Bayern und Baden-Württemberg aber noch entfernt.

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