In Baden-Württemberg sind 2025 insgesamt 725 Betriebe nach Lebensmittelkontrollen geschlossen worden. Im Jahr zuvor waren es noch 956. Allerdings wurden im vergangenen Jahr auch weniger Restaurants, Imbisse, Kantinen, Cafés und andere Lebensmittelbetriebe kontrolliert.
Das geht aus dem Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung hervor, den Landwirtschaftsministerin Marion Gentges am Freitag in Fellbach vorstellen will.
Hygiene war der häufigste Kritikpunkt
Insgesamt überprüften die Kontrolleure rund 60.000 Betriebe und stellten dabei etwa 8.400 Verstöße fest. Bei 86 Prozent der kontrollierten Betriebe gab es dagegen nichts zu beanstanden.
Wenn Mängel entdeckt wurden, ging es in 65 Prozent der Fälle um Probleme bei der Hygiene. In rund jedem fünften Fall waren Lebensmittel falsch oder unvollständig gekennzeichnet.
Bei schweren Verstößen drohen Bußgelder und Schließungen
Viele Mängel wurden nach Angaben des Landes direkt von den Verantwortlichen behoben. Passiert das nicht, können weitere Maßnahmen folgen. Dazu gehören häufigere Kontrollen, Bußgelder, Strafanzeigen oder im äußersten Fall eine Betriebsschließung.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Verstöße außerdem im Internet veröffentlicht werden. Für die Kontrollen sind die Städte und Landkreise zuständig. Lebensmittelproben werden anschließend in den Untersuchungsämtern in Freiburg, Karlsruhe, Sigmaringen und Stuttgart geprüft.