Wer wird neuer Ministerpräsident und wer schaffts in den Landtag? Alles zur Landtagswahl 2026!

Am Sonntag heißt es wieder: Kreuzchen machen!

Am 8. März 2026 wird in Baden‑Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Laut aktuellen Umfragen liegen CDU, Grüne und AfD vorne. SPD, FDP und Linke werden voraussichtlich über die 5%‑Hürde kommen. Wir zeigen, welche Kandidierenden in den Wahlkreisen unseres Sendegebiets besonders relevant sind.

Die Spitzenkandidaten:

Cem Özdemir:

Cem Özdemir ist ein grünes Urgestein. Seit über 40 Jahren ist er bei den Grünen aktiv. Bei seiner Nominierung als Kandidat der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten in Heidenheim am 24. Mai 2025 setzte Özdemir stark auf wirtschaftliche Themen und erhielt 97 Prozent der Stimmen auf der Landesdelegiertenkonferenz. 

Mit seinem Wechsel in die Landespolitik setzt der prominente Vertreter des Realoflügels vorerst einen Schlusspunkt unter seine jahrzehntelange bundespolitische Karriere. Zuletzt war er von Dezember 2021 bis Mai 2025 Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, als erster Bundesminister mit türkischen Eltern.

Manuel Hagel:

Manuel Hagel ist seit 2023 Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg und zum ersten Mal Spitzenkandidat seiner Partei. Am 17. Mai 2025 wurde er in Stuttgart mit knapp 94 Prozent der Stimmen gewählt.

Hagel soll nach 15 Jahren die CDU in ihrem einstigen „Stammland“ wieder in die Regierungszentrale führen. In seiner Rede kündigte Hagel eine Agenda 2036 für Baden-Württemberg an. Schwerpunkte seien die Bekämpfung der Wirtschaftskrise, Bürokratieabbau, mehr Forschung und das „Familienland Baden-Württemberg“.

Markus Frohnmaier:

Markus Frohnmaier ist Ministerpräsidenten-Kandidat der AfD für die Landtagswahl 2026. Auf dem Landesparteitag Ende Mai 2025 in Heilbronn stimmten die knapp 400 Delegierten bei einer Gegenstimme für den Böblinger Bundestagsabgeordneten. Anders als die übrigen Spitzenkandidierenden tritt Frohnmaier nicht für ein Landtagsmandat an.

Er strebt ausschließlich das Amt des Ministerpräsidenten an. Laut Landesverfassung müsste er dazu von einer Mehrheit der Abgeordneten im Parlament gewählt werden. Für den Fall, dass er nicht Regierungschef wird, will er Bundestagsabgeordneter bleiben.

Andreas Stoch:

Andreas Stoch geht nach 2021 zum zweiten Mal als Spitzenkandidat der Landes-SPD ins Rennen. Auf dem Landesparteitag am 5. Juli 2025 in Fellbach stimmten 94,6 Prozent der Delegierten für den 55-Jährigen. Im Mittelpunkt von Stochs Wahlkampf stehen die Themen Wirtschaft, Bildung und bezahlbarer Wohnraum.

Bei der Landtagswahl 2021 erzielte die SPD mit 11 Prozent ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Bestehen des Landes Baden-Württemberg. Mit dem Slogan „Andreas dreht das“ will der Jurist Stoch seine Partei wieder in die Regierungsverantwortung führen. Zuletzt war die SPD in Baden-Württemberg von 2011 bis 2016 Juniorpartner einer Grün-Roten-Koalition.

Allesamt vertreten ihre Parteien im Wahlkampf um das höchste Regierungsamt im Südwesten. Laut aktuellen Umfragen liefern sich Özdemir und Hagel ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nachfolge von Winfried Kretschmann, der nach 15 Jahren als Ministerpräsident nicht mehr kandidiert.

Die Umfrage‑Lage

Die Zahlen stammen aus den jüngsten Wahlumfragen großer Institute kurz vor dem Wahlsonntag am 8. März 2026:

Diese sechs Parteien liegen aktuell über bzw. nahe der Fünf‑Prozent‑Hürde und gelten damit als aussichtsreich für den Einzug in den Landtag von Baden‑Württemberg.

Hier findet die alle wichtigen Ergebnisse nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Die Kandidierenden nach Wahlkreis im Sendegebiet

Ulm (64)

  • CDU: Mario Schneider

  • Grüne: Michael Joukov

  • AfD: Daniel Rottmann

  • SPD: Steffen Reik

  • FDP: Anke Hillmann‑Richter

  • Linke: Mustafa Süslü

 

Ehingen (65)

  • CDU: Manuel Hagel

  • Grüne: Tobias Hocke‑Beck

  • AfD: Michael Scheffler

  • SPD: Lisa‑Marie Späth

  • FDP: Uwe Schwarz

  • Linke: Nicklas Boden

Biberach (66)

  • CDU: Thomas Dörflinger

  • Grüne: Berat Gürbüz

  • AfD: Paula Gulde

  • SPD: Simon Özkeleş

  • FDP: Oliver Lukner

  • Linke: Jasmin Weber

Ravensburg (69)

  • CDU: Antje Rommelspacher

  • Grüne: Anna Wiech

  • AfD: Hans‑Peter Baur

  • SPD: Paul Frank

  • FDP: Anja Widenmann

  • Linke: Tim Wetzel

Geislingen (11)

  • CDU: Nicole Razavi

  • Grüne: Julian Beier

  • AfD: Uwe Freiherr von Wangenheim

  • SPD: Sascha Binder

  • FDP: Jennifer Röcker

  • Linke: Bernd Graßhof

Heidenheim (24)

  • CDU: Michael Kolb

  • Grüne: Clara Resch

  • AfD: Jürgen Müller

  • SPD: Andreas Stoch

  • FDP: Klara Sanwald

  • Linke: Daniel Rolfs

Was bedeutet das?

Am Wahlabend geht es vor allem um CDU, Grüne und AfD, während SPD, FDP und Linke ebenfalls Chancen auf Mandate haben. In den Wahlkreisen sind die genannten Kandidierenden besonders relevant – egal ob sie direkt oder über die Liste ins Parlament kommen.

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