Geplant ist die Senioren-WG an der Langen Straße in zentraler Lage von Westerheim. Ursprünglich waren rund 20 Wohneinheiten vorgesehen, darunter auch kleinere Ein-Zimmer-Lösungen mit teilweise gemeinsam genutzten Bädern und Toiletten. Zusätzlich waren unter anderem ein Café und ein Dachgarten Teil des Konzepts.
Bei der Vorstellung des Projekts im Rahmen des Kreisseniorentags in Westerheim zeigte sich jedoch, dass viele Interessierte andere Vorstellungen vom künftigen Wohnen im Alter haben. Das berichtet die Schwäbische Zeitung. Vor allem größere Wohneinheiten seien stark nachgefragt worden.
Die Bauherrschaft will die Rückmeldungen nun in die weitere Planung einfließen lassen. Auch beim Thema Mobilität soll nachgebessert werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Tiefgarage sowie zusätzliche Stellplätze in der Umgebung.
Das Problem: Die bereits eingereichte Bauvoranfrage basiert noch auf dem ursprünglichen Entwurf. Über genau diese Unterlagen musste der Gemeinderat entscheiden, obwohl inzwischen bereits Änderungen geplant sind. Der Gemeinderat und Bürgermeister Hartmut Walz machten aber deutlich, dass sie die Idee einer Senioren-WG an diesem Standort grundsätzlich begrüßen. Ein entsprechender Beschluss fiel einstimmig.
Dem bisherigen Entwurf erteilte der Gemeinderat dagegen mit einer Gegenstimme nicht das gemeindliche Einvernehmen. Mehrere Gemeinderäte hatten der Bauherrschaft zuvor empfohlen, die alte Bauvoranfrage zurückzuziehen und anschließend die überarbeiteten Pläne neu einzureichen.
Die Bauherrschaft wollte dennoch eine Entscheidung über den bisherigen Antrag, da sich nach ihrer Einschätzung am äußeren Baukörper voraussichtlich wenig ändern werde.
Nun sollen die neuen Pläne möglichst bald im Westerheimer Gemeinderat vorgestellt werden. Das Projekt selbst stößt dort weiterhin auf breite Unterstützung und könnte das Angebot für seniorengerechtes Wohnen in der rund 3.100 Einwohner großen Gemeinde deutlich erweitern. Und auch ein Vorzeigeprojekt für andere Ortschaften in der Region werden.