Die Sanierungsarbeiten am Kloster Wettenhausen sind fast beendet. Jetzt hat der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den Dominikanerinnen einen Besuch abgestattet. Der Bund förderte die Renovierung mit fünf Millionen Euro. Im September soll dann das Klausurgebäude seine offizielle Wiedereinweihung bekommen.
Die Teilsanierung startete 2020 mit der Renovierung der Pforte. Seit 2023 werden das Klausurgebäude und der Innenhof wieder auf Vordermann gebracht. Dabei wurden der marode Dachstuhl, die Dachdeckung, die Elektro- und Wasserleitungen, die Sanitäreinrichtungen sowie die Böden und Fenster renoviert. Zudem wurden verschiedenste Brandschutzmaßnahmen eingerichtet und Stuckdecken saniert. Allein für diese aktuelle Phase fallen Kosten in Höhe von 12 Millionen Euro an. Die Kosten in Millionenhöhe wurden zu 90 % vom Bund, Freistaat und der Diözese bezuschusst. Aber auch der Bezirk Schwaben, der Landkreis Günzburg und die Gemeinde Kammeltal beteiligten sich.
Als Vertreter der Bundesregierung war der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer am vergangenen Montag zu Besuch. Die Bundesregierung hat die Baumaßnahmen mit fünf Millionen Euro aus dem „Sonderetat des Kanzleramtes für herausgehobene Denkmäler mit nationaler Bedeutung“ unterstützt. Vor Ort hat der parteilose Verleger und Publizist eine Führung von Schwester Dr. Theresia durch das Gebäude bekommen. Die Schwester betonte bei der Führung, dass Wettenhausen nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein lebendes und sich vergrößerndes Kloster sei. Als Geschenk bekam der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ein Stück des ersetzten Stucks aus der Schwesternkapelle und einen selbst geknüpften Rosenkranz. Der Kulturstaatsminister bezeichnete anschließend den Klosterort als eine:
außerordentliche Schatzkiste unserer Kultur von nationaler Bedeutung
Am 12.09.2026 wird ein Tag der offenen Tür zur Ehre der fertiggestellten Renovierung stattfinden. In der Pfarrkirche wird dann um 09:30 Uhr das Pontifikalamt von Bischof Bertram Meier zelebriert. Zudem werden alle Räume gesegnet, und der Festakt im Kaisersaal schließt dann das offizielle Programm ab.