Wenn euch dieser Sommer außergewöhnlich heiß vorkam, liegt ihr richtig: Die Wetterwarte Süd hat jetzt ihre Bilanz für Juni, Juli und August gezogen.
In Bad Schussenried lag die Durchschnittstemperatur bei 21,7 Grad. Damit war der Sommer dort sogar ein Grad wärmer als der bisherige Rekordsommer 2003. An 42 Tagen wurden mehr als 30 Grad gemessen. Dazu kamen 14 sogenannte Wüstentage mit mindestens 35 Grad. Der Spitzenwert lag am 27. Juni bei 38,7 Grad.
Neben der Hitze war auch die Trockenheit auffällig. Von Juni bis August fielen in Bad Schussenried rund 182 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Sommer davor waren es noch gut 317 Liter.
Die Wetterwarte nennt als Gründe neben dem fehlenden Regen auch viel Sonne, Wind und eine hohe Verdunstung. Regional gab es aber Unterschiede: Einzelne Orte bekamen bei Gewittern auch größere Regenmengen in kurzer Zeit ab.
Die lange Hitze und Trockenheit machten sich auch bei Flüssen und Seen bemerkbar, so lag der Bodensee zeitweise unter historischen Tiefstständen für die jeweilige Jahreszeit.
Deutschland hat aktuell nur noch vier Gletscher. Auch der Nördliche Schneeferner auf der Zugspitze schrumpft stark und könnte laut Wetterwarte Süd bald seinen Status als Gletscher verlieren.