Das Statistische Bundesamt hat die Frage analysiert, nach wie vielen Jahren scheitern die meisten Ehen. Nach acht Jahren lag die Scheidungsquote bei 7.205 Ehe nach sechs Jahren waren es einhundert Scheidungen mehr. nach dem "verflixten" siebten Jahr lag der Wert bei 7.802 geschiedenen Paaren.
Im Durchschnitt dauerte eine Ehe 2009 noch etwa 14,3 Jahre und stieg bis 2016 auf 15 Jahre an. Aktuell liegt die durchschnittliche Zeit zwischen Hochzeit und Scheidung bei etwa 14,6 Jahren.
Um die jährliche Scheidungsquote zu errechnen eilt man die jährliche Anzahl an Ehescheidungen durch die Anzahl der Eheschließungen. 2020 wurden mehr als jede dritte Ehe geschieden, 2025 gab es 349.800 Eheschließungen und 130.100 Ehescheidungen in Deutschland. Damit liegt die Scheidungsrate bei 37,3 Prozent.
Wenn Paare kaum noch miteinander reden oder sich über die Jahre auseinanderleben, kann das zur Scheidung führen. Auch Geldprobleme und unterschiedliche Vorstellungen vom Leben können eine Beziehung belasten.
Manche Paare bleiben zunächst wegen ihrer Kinder zusammen und trennen sich erst, wenn diese ausgezogen sind. Für andere spielen Konflikte mit den Schwiegereltern eine Rolle.
Untreue oder Gewalt in der Ehe können ebenfalls Gründe für eine Scheidung sein.
2024 gab es gesamt 129.337 Scheidungen. Die Zahl der Eheauflösung durch den Tod eines Partners lag bei 384.602. Damit war das Versterben eines Partners dreimal so oft ein Grund für das Ende einer Ehe.
Seit 1930 mit 10,55 Prozent stieg die Scheidungsquote bis 2005 auf den Höchstwert mit 51,92 Prozent an. Im vergangenen Jahr gab es 348.800 Eheschließungen und 130.100 Scheidungen und somit eine Quote von 37,3 Prozent.
Die Ukraine und Lettland liegen mit 2,9 Scheidungen pro 1.000 Einwohner vorne. In Deutschland liegt die Quote bei 1,7. Relativ kleine Werte gibt es in den südlichen Ländern mit Werten von 0,9 in Malta und 1,4 in Italien.
In Lettland herrscht ein gesellschaftlicher Druck zu einer frühen Heirat, welchen nicht jede Ehe übersteht. Auch müssen Scheidungen nicht vor Gericht stattgegeben werden und die rechtliche Trennung ist dadurch erleichtert.
In der Ukraine spielt auch der Krieg eine Rolle. Die ständige psychische Belastung, Trauer und die harten Erfahrungen im Militärdienst verändern Menschen stark. Viele Partnerschaften brechen unter diesem extremen Druck zusammen