Windpark-Streit in Ziemetshausen: Wie viele Anlagen sind realistisch?

Widerstand gegen Windparkpläne

Windpark in Ziemetshausen sorgt für Diskussionen – Wie viele Anlagen tatsächlich gebaut werden, ist offen.

In den betroffenen Kommunen Ziemetshausen und Aichen regt sich Widerstand gegen die geplanten Windenergieanlagen, wie die Günzburger Zeitung berichtet. Die Gemeinderäte lehnen demnach das Projekt ab, da es das Landschaftsbild verändere, den Natur- und Artenschutz beeinträchtigen könnte und den Wallfahrtsort Maria Vesperbild betreffe.

Kritik an fehlender Kommunikation

Der Projektentwickler Altus renewables GmbH weist den Vorwurf zurück, die Bürger nicht rechtzeitig informiert zu haben. Laut der Unternehmenssprecherin lagen die Flächen innerhalb der bekannten Vorranggebiete des Regionalplans. Man habe sich kurzfristig entschieden, die Anträge einzureichen, nachdem die formellen Voraussetzungen erfüllt waren.

Noch keine endgültige Anzahl festgelegt

Die maximale Anzahl von 37 Windrädern wurde zunächst beantragt, um Rahmenbedingungen prüfen zu lassen. Aufgrund von Rückmeldungen wurden die Planungen bereits auf 24 reduziert. Laut dem Projektleiter könnten es letztlich sogar nur 15 Windräder werden. Das Landratsamt Günzburg bestätigte jedoch, dass bislang keine überarbeiteten Anfragen eingegangen sind.

Bedeutung des Wallfahrtsorts

Maria Vesperbild ist nicht als Sperrgebiet im Regionalplan erfasst. Laut Altus sei der Wallfahrtsort kein zwingendes Ausschlusskriterium, man sei aber bereit, mit der Gemeinde, der Kirche und den Eigentümern nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.

Möglicher Windpark in der Region

Unabhängig vom aktuellen Projekt sind in den Kreisen Günzburg und Augsburg weitere Windenergieprojekte realistisch. Laut Altus sei es wahrscheinlich, dass in der Region Windparks entstehen werden. Vertreter der Gemeinden und Politiker fordern jedoch eine Einbindung der Bürger und diskutieren eine finanzielle Beteiligung an den Erträgen.

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