Winterdienste starten in die Saison - auch Umweltschutz spielt Rolle

Für Berufspendler kann es nicht genug Salz auf den Straßen geben, für die Umwelt ist jedes Salzkorn eine Belastung. Wie gehen die Winterdienste im Land mit diesem Dilemma um?




Viele Winterdienste im Land sind in die Saison gestartet und haben ihre Salzlager bis an den Rand gefüllt. Für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer könne gar nicht genug gestreut werden, aus Sicht des Umweltschutzes sei aber weniger mehr, teilte das Landratsamt Reutlingen am Montag mit. Denn Streusalz belastet Grundwasser und Pflanzen am Straßenrand, wie auch andere Kommunen in Land bestätigten.

Natur vor zu viel Salz schützen

Vielerorts setzen die Winterdienste deshalb auf salzsparende Techniken. Neben Salz kommt Sole, ein Salz-Wasser-Gemisch, zum Einsatz. Sole-Fahrzeuge prüfen mit Infrarot-Sensoren die Temperatur der Straße und können die Salzmenge dann anpassen, wie die Stadt Karlsruhe erklärte. Auf einen Quadratmeter Straße komme dann nur ein Esslöffel Salz, sagte das Landratsamt Reutlingen. Andere Kommunen, wie die Stadt Heidelberg, setzen nach eigenen Angaben auch stärker auf Sand oder Splitt, um die Natur vor zu viel Salz zu schützen.

Bis in den März 2022 werden die Winterdienste in den Kommunen diese Saison im Einsatz sein. Im Landkreis Emmendingen und im Umkreis von Baden-Baden und Freiburg gab es auf über 1000 Metern Höhe sogar schon die ersten Einsätze. Im vergangenen Winter wurden nach Angaben des Verkehrsministeriums landesweit knapp 140 000 Tonnen Salz verbraucht. (dpa/lsw)

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