Die Wirtschaft im Landkreis Neu-Ulm kommt langsam wieder in Schwung – zumindest bei der Stimmung! Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Schwaben, die jetzt vorgestellt wurde. Von einem echten Aufschwung kann allerdings noch keine Rede sein.
Der Konjunkturindex für den Landkreis Neu-Ulm steigt gegenüber dem Frühjahr um satte 18 Punkte auf 112. Damit steht Neu-Ulm sogar besser da als Bayerisch-Schwaben insgesamt mit 105 Punkten. 37 Prozent der befragten Unternehmen im Landkreis bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Allerdings glauben nur 19 Prozent, dass ihre Geschäfte in den kommenden Monaten besser laufen werden.
Für die Umfrage wurden vom 14. bis 25. September insgesamt 777 Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben befragt.
Trotz der besseren Stimmung halten sich viele Betriebe mit Investitionen und Neueinstellungen zurück. Schwabenweit rechnen sogar 22 Prozent der Unternehmen damit, Personal abzubauen. Nur zwölf Prozent erwarten zusätzliche Stellen.
Vor allem hohe Energiepreise, steigende Arbeitskosten, Bürokratie und die schwache Nachfrage machen den Unternehmen zu schaffen. Und das könnte auch euren Geldbeutel treffen: Schwabenweit rechnen 51 Prozent der befragten Unternehmen mit steigenden Verkaufspreisen.
Die IHK fordert deshalb von der Politik weniger Bürokratie, niedrigere Belastungen und verlässlichere Bedingungen für Unternehmen. Erst dann könnte aus der besseren Stimmung auch ein dauerhafter wirtschaftlicher Aufschwung werden.