Wohin sollen die Geflüchteten? - Stadt Ulm entwickelt innovative Ansätze

Flüchtlingsfrage

Wie können Städte und Gemeinden geflüchtete Menschen nachhaltig, flexibel und menschenwürdig unterbringen, jenseits von Notlösungen wie Containern und Turnhallen? Und wie können Kommunen das langfristig umsetzen?

Antworten auf diese Fragen sucht das Projekt „Mehr als vier Wände“, das durch die Universität Hildesheim und die FAU Erlangen-Nürnberg umgesetzt und von der Stiftung Mercator gefördert wird. Auch die Stadt Ulm ist Teil des bundesweiten Netzwerks aus 20 Kommunen, die ihre Strukturen weiterentwickeln möchten.

Lösung liegt in der Unterbringung

Für das Projekt ist Wohnen der zentrale Baustein für Integration. Es gehe nicht nur um ein Dach über dem Kopf, sondern auch um Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe, betonen die Projektverantwortlichen. Ziel sei es, Kommunen langfristig handlungsfähig zu halten und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Im sogenannten Wissensnetzwerk tauschen sich die beteiligten Städte und Landkreise regelmäßig aus. Nach einem Auftakt in Erlangen im Jahr 2025 fand das jüngste Netzwerktreffen vom 10. bis 12. März 2026 in Hildesheim statt. Neue Konzepte werden direkt vor Ort erprobt und wissenschaftlich begleitet. Erste Pilotvorhaben laufen unter anderem im Landkreis Cuxhaven, in der Stadt Hildesheim, im Main-Taunus-Kreis sowie in den Städten München und Wuppertal. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig auch anderen Kommunen als Orientierung dienen.

Das könnte Dich auch interessieren

25.08.2026 Erstaufnahmeeinrichtung in Giengen soll geschlossen werden Das Regierungspräsidium Stuttgart will die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Giengen an der Brenz Anfang 2027 schließen. Hintergrund sei ein sich abzeichnender größerer Sanierungsbedarf, teilte die Behörde mit. Falls die Einrichtung weiter betrieben würde, kämen auf das Land demnach hohe Investitionen zu. In Giengen wurden bisher rund 4.900 Geflüchtete untergebracht, darunter überwiegend Einzelpersonen und Familien. Die 30.04.2026 Asylunterkunft in Herrlingen: Container-Anlage wird abgebaut - Blaustein lobt Ehrenamt Mitte Juli wird die Asylunterkunft in Blaustein-Herrlingen geschlossen. Der Alb-Donau-Kreis beendet damit wie geplant nach rund vier Jahren den Betrieb des Containerdorfs mit zuletzt 108 Plätzen. In der Unterkunft waren Geflüchtete während ihres Asylverfahrens untergebracht. In der Regel für maximal 24 Monate, bevor sie auf die Städte und Gemeinden im Landkreis verteilt wurden. Temporäre Lösung 27.01.2026 Interview: Trauma-Behandlung in Ulm - Das Zentrum für Folteropfer Es ist ein riesiges gesellschaftliches Problem unserer Zeit. Millionen Geflüchtete kommen aus Krisengebieten nach Europa und Deutschland. Dabei erleben sie die schlimmsten Dinge. 17.06.2026 Ulm: Stadt bereitet sich auf mögliche Bombenentschärfung am Sonntag vor Im und rund um das Ulmer Donaustadion schlummern möglicherweise Bomben aus dem 2. Weltkrieg. Aktuell läuft die Suche danach. Spätestens am Freitag (19.06.) soll das Ergebnis feststehen. Falls tatsächlich Blindgänger gefunden werden, sollen sie am Sonntag (21.06.) entschärft werden.